Laser - World of Photinics 2015

Viele Laser-Weltpremieren beeindrucken in München

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Grüner Femtolaser hat mehr Tiefenschärfe

Speziell den TruMicro 5080 gibt es nun auch als Femto Edition. Er ist der erste Industrielaser, der Femtopulse mit grüner Wellenlänge erzeugen kann. Damit verbindet er das Beste zweier Welten: Trotz höherer Spitzenintensitäten tragen Femtosekunden-Laserpulse noch weniger thermische Energie in das Werkstück ein als Pikosekundenpulse und eignen sich damit besonders zur extrem feinen Bearbeitung von Metall oder thermisch sensibler Materialien wie spezieller Folien. Grünes Licht lässt sich sehr klein fokussieren. Die grünen Strahlen haben eine größere Rayleigh-Länge als infrarotes Licht und dadurch mehr Tiefenschärfe. Daher eignet sich der TruMicro 5080 besonders gut dazu, extrem feine und präzise Löcher zu bohren, etwa für Einspritzdüsen.

Ein weiterer Vorteil des TruMicro 5080: Er ist leicht integrierbar in Industriemaschinen und lässt sich im Inneren der Anlage warten. Eine aufwändige Entnahme und anschließende Neujustierung des Strahlwegs entfällt. Dafür sorgt ein neues technisches Konzept: Alle relevanten Komponenten für Wartung und Austausch – etwa Stromleitungen, Kühlleitungen, Elektronik oder optischer Raum – sind leicht zugänglich. Das senkt die Stillstandzeit der Bearbeitungsmaschine und erhöht deren Wirtschaftlichkeit beträchtlich.

Folien-Displays via Lift-off-Verfahren fertigen

Gebogene starre Displays sind in. Aber frei biegbare Exemplare sind bereits im Kommen – besonders für sogenannte Wearables, also smarte Geräte, die man am Körper trägt, wie beispielsweise als Brille oder Armband. Dazu beschichtet die Elektronikindustrie Trägerglasplatten mit dem Kunststoff Polyimid (PI). Der getrocknete Kunststoff bildet das Substrat für das flexible Display. Auf das PI werden dann organische Leuchtdioden (OLEDs) appliziert. Nach den Beschichtungsprozessen soll das flexible Display aber wieder schadlos von der Glasplatte abgelöst werden, und das funktioniert so: ein Laserstrahl schießt von der Rückseite durch das Trägerglas hindurch auf die Polyimidfolie des Displays und heizt die Folie auf. Dabei verliert sie die Haftung und löst sich ab. Die empfindlichen OLEDs aber bleiben völlig unberührt.

Auf der Messe stellte Trumpf für dieses Verfahren den Festkörperlaser TruMicro 7370 vor – eine Weltpremiere. Anders als die für diese Anwendung bislang üblichen Excimer-Laser ist diese Strahlquelle sehr wartungsarm, erhöht die verfügbare Betriebszeit und senkt damit Produktionskosten. Die sehr kurzen Pulse machen den Prozess hocheffizient, denn ein einzelner Puls kann eine größere Fläche bearbeiten. Der TruMicro 7370 arbeitet extrem präzise und prozesssicher. Dafür sorgt unter anderem die hohe Stabilität der Pulsenergie sowie der zeitlichen Pulsabfolge. Beides gewährleistet Trumpf mit einer speziellen Puls-Synchronisierungstechnik. Die eingebaute Regelung bringt zusätzliche Stabilität in den gesamten Anwendungsprozess.

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