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Laser - World of Photinics 2015 Viele Laser-Weltpremieren beeindrucken in München

Redakteur: Peter Königsreuther

Die Laserexperten des Ditzinger Unternehmens Trumpf sind auf jeder Messe mit mehr als einer eindrucksvollen Neuheit vertreten. Erst recht zeigten die umtriebigen Spezialisten und führenden Laserkönner ihre innovative Schlagkraft in Sachen „Licht als Werkzeug“ auf der LASER - World of Photonics in München.

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„Laser-Show“ mit dem Vorsitzenden Trumpf-Geschäftsführer in Sachen Laser, Dr.-Ing. E. H. Peter Leibinger auf der LASER - World of Photonics 2015 in München. Rasanteres Glasschneiden und wirtschaftliches Kupferschweißen gehörten dabei zu den vielen Highlights und Weltpremieren der Präsentation. Hier erklärt Peter Leibinger anhand eines Modells, wie die Trumpf-Technik EUV (Extrem ultraviolettes Laserlicht) die Computerchip-Herstellung unterstützen kann und auch wird; denn erste Systeme arbeiten bereits.
„Laser-Show“ mit dem Vorsitzenden Trumpf-Geschäftsführer in Sachen Laser, Dr.-Ing. E. H. Peter Leibinger auf der LASER - World of Photonics 2015 in München. Rasanteres Glasschneiden und wirtschaftliches Kupferschweißen gehörten dabei zu den vielen Highlights und Weltpremieren der Präsentation. Hier erklärt Peter Leibinger anhand eines Modells, wie die Trumpf-Technik EUV (Extrem ultraviolettes Laserlicht) die Computerchip-Herstellung unterstützen kann und auch wird; denn erste Systeme arbeiten bereits.
(Bild: Königsreuther)

Glas per Licht bearbeiten zu wollen – das scheint zunächst ein irrwitziger Gedanke zu sein: Denn die offensichtlichste Eigenschaft von Glas ist es schließlich, dass es Licht hindurch läßt. Die meist infraroten Strahlen eines Festkörperlasers lassen das transparente Material deshalb unbeeindruckt. Bei ultrakurz gepulstem Laserlicht im Piko- oder Femtosekundenbereich ist das allerdings nicht so. Die hohe räumliche und zeitliche Photonendichte in den Pulsen verändert den Absorptionsmechanismus transparenter Materialien. Werkstoffe wie Saphir und Glas werden mittels Laserstrahlen damit gut bearbeitbar. Was sich mit dieser Erkenntnis alles anstellen lässt, erfahren Sie hier - und noch Einiges mehr...

Glas jetzt 100 Mal schneller schneiden

Statt Glas ablativ zu schneiden, und sich Puls um Puls durch das Material zu arbeiten, gibt es seit kurzem ein elegantes Verfahren, um speziell dünne, gehärtete Gläser zu trennen, die etwa für Smartphone-Displays genutzt werden - die Material-Modifikation: Ultrakurz gepulste Laserstrahlen fokussieren in das Innere des Glases und modifizieren dort eine schmale Zone entlang der gewünschten Trennlinie. Die Veränderung erzeugt eine intrinsische Spannung, das Glas reißt kontrolliert und spiegelglatt auf den Hundertstelmillimeter genau – und das in völlig frei gestaltbaren Konturen.

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Trumpf stellte auf der Messe nun eine Optik vor, die diesen Vorgang um das Hundertfache beschleunigt: die TOP Cleave. Dabei verteilt sich die Intensität des Laserlichts gleichmäßig entlang der Strahlachse. So wird der Fokus in die Länge gezogen – aus dem Fleck wird eine Fokuslinie. Auf diese Weise rastern die Laserpulse das Glas nicht mehr Ebene für Ebene durch, sondern modifizieren mit einer einzigen Überfahrt – je nach Pulsenergie – die komplette innere Trennfläche einer bis zu 700 µm dicken Scheibe. Die leistungsstarken TruMicro Laser kommen bei dieser Dicke mit der TOP Cleave auf eine Trenngeschwindigkeit von maximal 1m/s. Das ist 100 Mal schneller als ohne diese neuartige Technik.

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