Smart Grid Vierstöckige Klemme erleichtert Verkabelung im Smart Grid

Autor / Redakteur: Torsten Schloo / Peter Königsreuther

Die Planer und Entwickler intelligenter Stromnetze – sogenannter Smart Grids – können individuelle Lösungen konzipieren, die optimales Netzmonitoring und Kosteneinsparung durch Standardisierung der Fertigung gewährleisten. Ein spezielles Verdrahtungskonzept aus dem Baukasten macht diesen Spagat möglich.

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Bild 1: Mit dieser neuartigen Klemme können Signale über vier Ebenen dreidimensional rangiert werden, um die Verdrahtung zu simplifizieren und kompakter zu machen.
Bild 1: Mit dieser neuartigen Klemme können Signale über vier Ebenen dreidimensional rangiert werden, um die Verdrahtung zu simplifizieren und kompakter zu machen.
(Bild: Phoenix Contact)

Eine detaillierte Überwachung der Netze und eine höhere Signaldichte in den Schaltanlagen – das sind die Herausforderungen für die Planer und Anlagenbauer beim modernen Smart Grid. Auf der einen Seite geht es dabei um Kosteneinsparungen durch Standardisierung der Fertigungsprozesse. Auf der anderen Seite sollen maßgeschneiderte Lösungen ein optimales Netzmonitoring aller relevanten Parameter ermöglichen. Diesen scheinbaren Widerspruch löst Phoenix Contact mit einem Verdrahtungskonzept, das dreidimensionales Rangieren über vier Ebenen erlaubt (Bild 1).

Anlagendesign überbrückt Kluft der Widersprüche

Der Spagat zwischen Kostensenkung und zunehmender Performance setzt beim Design der Anlage an. Am Anfang steht ein minimales Konzept einer Standardanlage, das als Plattform dient. Auf dieser Basis werden alle weiteren Komponenten integriert. Damit steht die minimale und maximale Auslegung der Anlage fest – was dann bei Design und Aufteilung des Schaltschranks bedacht werden muss. Der richtige Zeitpunkt für diese Betrachtungen ist die Neuauflage oder das Re-Design einer Anlagenbaureihe – Planer und Konstrukteure suchen dann oft vergeblich nach einer flexiblen Verdrahtungsmöglichkeit.

Der entsprechende Verdrahtungsaufbau umfasst zunächst die Verbindung aller Komponenten der Minimalkonfiguration mit einem standardisierten Kabelbaum. Der Grundgedanke: Möglichst viele Kontaktstellen sollten steckbar sein. Da sich bei der manuellen Verdrahtung Fehlerquoten einschleichen, die sich schlecht verhindern lassen, und die Kosten kaum gesenkt werden können, greift man gerne auf externe Kabelkonfektionäre oder maschinenbasierte, automatisierte Prozesse zur Kabelkonfektion für das Produktionskonzept zurück. Crimpverbindungen erleben dabei als „Factory Wiring“ eine regelrechte Renaissance.

Vierstöckige Klemme bietet im Vergleich zur fest verdrahteten Klemmleiste große Vorteile

Jede weitere kundenspezifische Aufrüstung von Anlagen ist vor allem dann nicht mehr effektiv, wenn manuell eingegriffen werden muss. Der Planungsaufwand, die Rüstkosten und die Fehlerquellen steigen dann mit der Varianz erheblich, wie die Erfahrung gezeigt hat. Soll der Standardkabelbaum also weiterhin als Basis dienen, muss von Beginn an ausreichend Reservekapazität eingeplant werden. Alle Erweiterungen könnten dann mit entsprechend steckbaren Zusatzbaugruppen relativ einfach kontaktiert werden – so weit die Theorie.

Um dem Trend der stetig zunehmenden Signaldichte in der Verdrahtung zu folgen, bieten sich die Vierstock-Push-in-Reihenklemmen der PT-Baureihe von Phoenix Contact an. Die Idee: Was bislang mit einstöckigen Reihenklemmen verdrahtet wurde, wächst jetzt sprichwörtlich in die Höhe, wird sozusagen dreidimensional. Im Vergleich zur fest verdrahteten Klemmenleiste bieten die Stecker große Vorteile.

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