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CAD/CAM-System

Virtual Machining verkürzt Durchlaufzeiten um 25 %

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Durchgängiger Prozess verkürzt Durchlaufzeiten

Letztendlich entschieden sich er und seine Kollegen für Proficam VM von Coscom. Wichtig war den Spezialisten, eine komplett durchgängige CAD/CAM-Lösung zu implementieren, welche die Bearbeitungstechnologien Drehen, Fräsen und Drehfräsen gleichermaßen gut abbildet sowie maximal prozessfähig ist – beginnend mit der Datenübernahme aus der 3D-CAD-Software über die 3D-CAM-Programmierung, Maschinenraumsimulation mit Materialabtrag und Kollisionskontrolle bis hin zur NC-Programmverwaltung. „Sowohl für das Drehen, das 5-Achs-Fräsen als auch für die Simultanbearbeitung eignet sich Proficam VM als universelles CAM-System perfekt“, berichtet Grommes.

Schritt für Schritt baute C.u.W. Keller das CAM-System Proficam VM mit dem CAM-Datenmanagement Factorydirector VM, der Werkzeugverwaltung Tooldirector VM und der Maschinensimulation Profikinematik VM um weitere Coscom-Module zur kompletten Virtual-Machining-Prozesslösung (VM) aus. Dank seiner Prozessfähigkeit ermöglicht das Coscom-Virtual-Machining-Konzept die durchgängige Anbindung zum ERP-System Proalpha, die native CAD-Daten-Übernahme aus Autodesk Inventor sowie die Vernetzung mit dem Maschinenpark. In der Arbeitsvorbereitung bei C.u.W. Keller lassen sich mit der VM-Lösung nun sämtliche Arbeitsschritte von der Übernahme der CAD-Daten bis hin zur Simulation und NC-Satzausgabe mit den Bearbeitungstechnologien CAM-Fräsen, CAM-Drehen, CAM-Drehfräsen durchgängig mit einer einzigen Systeminfrastruktur abbilden.

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Auf Fertigungsinformationen zurückgreifen senkt Durchlaufzeit

Profikinematik VM mit Materialabtrag und Kollisionskontrolle bietet die Möglichkeit, die einzelnen Bearbeitungsschritte im Maschinenraum vor der realen Bearbeitung zu verifizieren. Im Factorydirector VM stehen sämtliche Fertigungsinformationen, wie Produkt-, Artikel- und Technologiedaten sowie NC-Programme, jederzeit bereit. Wenn ein Mitarbeiter während des Bearbeitungsprozesses Modifikationen beispielsweise am NC-Programm vornimmt, wird dies direkt in Factorydirector VM gespeichert. Gerade dieser Punkt ist für Grommes besonders wichtig: „So schließt sich der Kreislauf. Im Fall eines Wiederholteils können auch unsere Konstrukteure auf diese Informationen zurückgreifen. Im Bereich Drehen konnten wir durch diese Prozesslösung unsere Durchlaufzeiten um etwa 25 % beschleunigen.“

Mit Tooldirector VM erfasst und verwaltet C.u.W. Keller alle Werkzeuge und Werkzeugkomponenten inklusive ihrer Technologiedaten in einer zentralen Datenbank. Diese hilft, den Überblick über die Verfügbarkeit der einzelnen Werkzeuge zu bewahren. Vor allem kommt das Unternehmen damit seinem Ziel näher, Nebenzeiten zu reduzieren und Prozessabläufe zu beschleunigen, denn programmiert wird, wo sinnvoll, mit bereits in der Fertigung vorhandenen Werkzeugen. Neuanschaffungen werden nur dann getätigt, wenn es unbedingt notwendig ist.

ERP-Anbindung sorgt für Prozesssicherheit

Final erfolgte bei C.u.W. Keller schließlich die Anbindung der Virtual-Machining-Prozesslösung an das ERP-System Proalpha. Wenn ein Auftrag eingeht, wird er zunächst dort angelegt. Sobald er in Proalpha freigegeben ist, werden die Daten nun an die zentrale Fertigungsdatenbank Coscom Factorydirector VM übergeben. Jeder Artikel ist mit Namen, Teile- und Kommissionsnummer eindeutig definiert. Außerdem wird der Starttermin der Produktion festgelegt. C.u.W. Keller arbeitet die gemäß Arbeitsplan definierten Arbeitsschritte der Reihe nach ab, wobei der Start- und der Endtermin als Orientierung dienen. Aus der Konstruktionsabteilung erhält die Arbeitsvorbereitung über den Factorydirector VM ebenso die Inventor-CAD-Daten der Bauteile.

Auf dieser Basis programmieren Grommes und seine Kollegen mit Proficam VM die Bauteile, definieren mit dem Tooldirector VM die Werkzeuge, mit denen die Artikel an den Maschinen hergestellt werden, und sichern die Bearbeitung mit der Maschinenraumsimulation Profikinematik VM ab. Grommes: „Der Clou ist das Maschinenwechselkonzept von Coscom. Hier steht uns mit dem Postprozessorkonzept NC-Joker eine Auswahl von Alternativmaschinen per Knopfdruck zur Verfügung. So können wir unsere Maschinenkapazitäten besser nutzen sowie Auftragsspitzen gleichmäßiger im Maschinenpark verteilen. Auch im Falle der Produktion von modifizierten Wiederholteilen wird der CAM-Prozess zur Minutenangelegenheit.“

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