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Visual Computing

Visualisierungstool macht digitale Räume begehbar

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Virtual Reality und Augmented Reality in der Industrie

Mit seiner Lösung will das Fraunhofer-IGD den Einsatz von Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) in der Industrie optimieren, da hier in Echtzeit jene Darstellungen erscheinen müssen, auf die gerade geblickt wird.

VR: Bis zu 120 Bilder pro Sekunden auf der Datenbrille

Bei einer VR-Anwendung für Autos beispielsweise gelingt es den Wissenschaftlern, bis zu 120 Bilder pro Sekunde auf eine Datenbrille zu laden. So können mehrere Tausend 3D-Daten aus einer zentralen Datenbank zu einem Automodell in nur einer Sekunde auf ein Endgerät gelangen. Das geht deshalb so schnell, weil die Daten nicht komplett, wie bisher, auf das Endgerät gespielt werden müssen, sondern über das Web gestreamt werden. Die unterschiedlichsten 3D-Webanwendungen werden ohne dauerhafte Speicherung on-the-fly geliefert, sodass auch mobile Geräte wie Tablets und Smartphones diese optimal nutzen können. Wichtig dabei: Durch Instant-3D-Hub werden bei jedem Aufruf die Daten den spezifischen Anwendungen zugeordnet, aufbereitet und visualisiert. „Dadurch erfüllt das System nutzer- und gerätespezifische Anforderungen und ist vor allem sicher“, sagt Behr.

AR: Permanenter Abgleich von Soll- und Ist-Situation

Die Entwicklung sei aber auch für den Bereich Augmented Reality relevant, die einen Bezug zwischen CAD-Daten und der realen Produktionsumgebung herstellen, ergänzt Dr. Ulrich Bockholt, Leiter der Abteilung Virtual and Augmented Reality am Fraunhofer-IGD. Bockholt erklärt: „Augmented Reality ist eine Kerntechnologie für Industrie 4.0, da hier die digitale Soll-Situation permanent und in Echtzeit mit der durch Kameras und Sensoren erfassten Ist-Situation abgeglichen wird.“ Letztlich sei die Lösung jedoch für viele Branchen interessant, beispielsweise auch für den Bereich Bau und Architektur, etwa wenn digitale Gebäudemodelle (Building Information Models) mithilfe von Smartphone, Tablet oder Datenbrille visualisiert werden sollen.

System bereits in der Anwendung

Daimler, Porsche und BMW sowie einige mittelständische Unternehmen verwenden Instant-3D-Hub nach Aussage des Fraunhofer-IGD bereits an mehr als 1000 Arbeitsplätzen.

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