Robotik

Voll gekapselter Roboter im Outdooreinsatz

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Obgleich der TX200L he genetisch also bestens für das Vorhaben geeignet war, gab es noch eine ganze Reihe von Fragen zu klären: Wie kommt der Roboter auf´s Dach? Welche Anforderungen bestehen hinsichtlich der Statik des Gebäudes? Wie sind die Themen Blitzschutz, Zutrittskontrolle und Sicherheit zu regeln? Welche zusätzlichen Modifikationen sind am Roboter erforderlich? Wie begegnet man dem Thema Temperaturschwankung und Kondenswasserbildung im Roboterarm?

„Planung und Realisierung des Projektes nahmen viel Zeit in Anspruch”, so Dispot. „Gemeinsam mit den Stäubli-Ingenieuren ließen sich alle technischen Detailfragen lösen. Der Roboter fährt nun seit knapp zwei Jahren auf unserem Dach seine Bahnen und erledigt seinen Prüfmarathon unter härtesten klimatischen Bedingungen.“

Prüfanlage mit nahezu grenzenloser Flexibilität

Was man bei John Deere besonders schätzt, ist die grenzenlose Flexibilität der Prüfanlage. Mit dem Roboter lassen sich unterschiedliche Fahrzyklen von Traktoren einschließlich Hangneigung und sonstiger Parameter simulieren. Mit seiner Traglast von 80 kg lässt sich der TX200L auch sehr gut für Vergleichstests nutzen. Der Sechsachser kann mehrere GPS-Empfänger gleichzeitig samt Prüfequipment mitführen, ohne in puncto Traglast an Grenzen zu stoßen. Mittlerweile übernimmt er auch die Prüfung von Sensorsystemen und es kommen beinahe täglich neue Aufgaben hinzu.

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Ein besonderes Highlight ist sicherlich auch in der weltweiten Nutzung der Anlage zu sehen: Alle John-Deere-Entwicklungszentren rund um den Globus – ob in den USA, Asien oder Europa – haben Zugriff auf das System und können Testläufe durchführen. Programmiert wird offline über die Stäubli Robotics Suite, die in die übergeordnete Software-Architektur eingebunden ist. Die Erfassung und Auswertung aller Daten geschieht automatisch. Die ermittelten Messergebnisse stehen anschließend allen Standorten weltweit zur Verfügung.

Kormann: „Die Anlage erfüllt alle Erwartungen. Das ständig wachsende Aufgabenspektrum und der weltweite Zugriff sorgen beim Roboter zunehmend für Vollbeschäftigung rund um die Uhr. Er absolviert den Dauerbetrieb unter freiem Himmel mit Präzision und Zuverlässigkeit.“

* Ralf Högel ist Fachjournalist in 86391 Stadtbergen.

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