Die Geschichte der Maschinensicherheit Vom Not-Aus-Schalter zur Safety-Steuerung

Autor / Redakteur: Annedore Munde / Jürgen Schreier

Weil von Maschinen, Anlagen und allen anderen technischen Einrichtungen Gefahren für den Menschen ausgehen, müssen die Hersteller technische Vorkehrungen treffen, damit sich Bediener und Wartungspersonal auf die Sicherheit der Maschine verlassen können.

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Ein klassisches Safety Device: der Not-Aus-Schalter.
Ein klassisches Safety Device: der Not-Aus-Schalter.
(Bild: wikimedia-commons)

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass von Maschinen, Anlagen und allen anderen technischen Einrichtungen Gefahren für den Menschen ausgehen. Direkt oder indirekt gefährdet sind dabei in Abhängigkeit von der Situation sowohl die Anlagenbediener, als auch das Wartungspersonal oder auch am Prozess selbst nicht beteiligte Personen.

Für die Hersteller von Maschinen und Anlagen bedeutet das, dass sie technische Vorkehrungen treffen müssen, damit sich Bediener und Wartungspersonal auf die Sicherheit der Maschine verlassen können. Aktive oder passive Anlagenkomponenten, sogenannte Sicherheitssysteme, sorgen dafür, dass die technischen Anlagen für den Menschen sicher werden.

Oftmals werden im ersten Schritt Schutzgitter eingesetzt, die den Zugang zur laufenden Anlage verwehren. Diese Gitter erfüllen ihre Schutzfunktion jedoch nur während der Betriebsphase der Maschine. Doch auch , wenn eine Maschine mit Material versorgt wird oder justiert und gereinigt wird, muss sich das Bedienpersonal darauf verlassen können, dass die Maschine nicht unerwartet anläuft und es zu gefährlichen Situationen oder gar Verletzungen kommt.

Dem Grundbedürfnis nach Sicherheit wird zunehmend Rechnung getragen

Mit der fortschreitenden Automatisierungstechnik haben sich die Möglichkeiten für die Absicherung von Maschinen zunehmend verändert. Durch passgenaue Techniken ließen sich Schutzeinrichtungen auch mehr und mehr in den Arbeitsprozess integrieren. In der Regel werden Maschinen oder Anlagen heute mit elektrischen oder elektronischen Systemen gesteuert. Diese Systeme sind letztlich dafür verantwortlich, dass der Mensch im Prozess keine Gefahr eingeht.

Doch bevor die Steuerung für die entsprechende Anlagentechnik konzipiert wird, gilt es, den abzudeckender Gefahrenrahmen für die Anwendung zu definieren. Dies geschieht auf der Basis einer Gefahrenanalyse und Risikobeurteilung. Dabei gilt die korrekte Risikobeurteilung letztendlich als das zentrale Instrument der zu entwickelnden Sicherheitstechnik.

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