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Materialfluss

Von der Motorenschmiede zum internationalen Technologieführer

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Flurförderzeug-Komplettprogramm ebnet Weg zum Global Player

1959 rollte in Aschaffenburg der erste Linde-Stapler vom Band und wurde auf der Hannover-Messe präsentiert. Mit Hydrostatik, Doppelpedalsteuerung und Zentralsteuerhebel setzte das Fahrzeug unter dem damaligen Namen „Hubtrac“ Maßstäbe für Fahr- und Bedienkomfort. Nachdem die Produktion von Dieselmotoren und Traktoren immer weniger rentabel wurde, stellte das Unternehmen sie 1969 binnen weniger Wochen ein und konzentrierte sich fortan ausschließlich auf das Geschäft mit Gabelstaplern und Hydraulik. Bis dahin hatten rund 300.000 Dieselmotoren und mehr als 100.000 Traktoren die Werkshallen verlassen. Bereits 1971 stelle Linde-MH auf der Hannover-Messe den ersten Elektrostapler vor.

Das letzte Drittel des 20. Jahrhunderts stand für das Unternehmen im Zeichen internationaler Expansion und des Aufbaus eines Komplettprogramms für Flurförderzeuge. 1977 beteiligte sich die Werksgruppe mehrheitlich an dem traditionsreichen Flurförderzeughersteller Baker Material Handling in Nordamerika, übernahm 1984 den größten französischen Staplerproduzenten Fenwick, 1989 den britischen Staplerhersteller Lansing und gründete 1993 ein Partnerunternehmen mit dem zweitgrößten chinesischen Staplerhersteller in Xiamen.

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Zahlreiche Industriedesign-Preise begleiten die Staplerentwicklung

Bereits Mitte der 80er-Jahre trat die Staplerbaureihe 351 ihren Siegeszug an und wurde eine der erfolgreichsten weltweit. Für die Gestaltung des Staplermodells wurde Linde-MH mit dem „iF-Design-Award“ ausgezeichnet; bis dato folgten knapp 20 weitere Preise für die unterschiedlichsten Fahrzeugmodelle. Mit dem Spitzenprodukt 351 legte Linde-MH den Grundstein zur Technologieführerschaft, die man in den nächsten Jahren fortlaufend ausbaute und mit der Präsentation der innovativen Staplergeneration 39X im Jahr 2002 erneut unter Beweis stellte. Die Baureihe stellt mit dem als tragendes Element ausgeführten Fahrerschutzdach, den oben liegenden Neigezylindern und der abgekoppelten, gummigelagerten Antriebsachse mit Direktantrieb einen konstruktiven Quantensprung dar.

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