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Das Konfektionieren der M23-Steckverbinder mit ihren drei Gehäusebauformen (A1, D6, F6) und mit ihren vier unterschiedlichen Polbildern (9, 12, 16, 17) ist sehr zeitintensiv und entsprechend teuer. Auch ist eine Konfektionierung im Feld sehr problematisch, zeitaufwendig und nicht immer fehlerfrei. Damit wird eine Fehlerbehebung in der Anlage so gut wie unmöglich.
Spezielles Verkabelungskonzept für Roboter auf Profinet-Basis definiert
Darüber hinaus gibt es zusätzliche neue Anforderungen, unter anderem aufgrund von Diagnose- und Qualitätssicherungsmaßnahmen. Diese führen zu höheren Datenraten, welche zuverlässig übertragen werden müssen. Dieser Problematik hat sich die Profibus-Nutzerorganisation (PI) gestellt und Profinet als neuen Standard entwickelt.
Aufgrund der speziellen Anforderungen bei der Roboterverkabelung schlossen sich führende deutsche Automobilhersteller zusammen und bildeten die „Automation Initiative of German Domestic Automobil Manufactors“, kurz AIDA genannt. Dazu gehören Volkswagen, Audi, Porsche, Daimler und BMW. Diese führenden Hersteller definieren die Standards in der Automatisierungstechnik für den Automobilbau und haben auf Basis von Profinet ein AIDA-konformes Verkabelungskonzept für ihre Fertigungsstraßen festgelegt, nach dem die Roboterverkabelung durchzuführen ist.
Durchgängiges Installationssystem für Daten- und Energieübertragung
Bisher konnten Roboterhersteller und Anwender in der Automobilindustrie auf kein durchgängiges Verkabelungskonzept zurückgreifen, welches die Übertragung von Energie, Signalen und Daten im Automobilbau gemäß den neuen Anforderungen der AIDA erfüllt. Deshalb konzipierten die in der AIDA zusammengeschlossenen deutschen Hersteller ein durchgängiges, auf die Zukunft ausgerichtetes Verkabelungskonzept. Die Anforderungen an das Installationssystem für die Roboterverkabelung sind klar definiert:
- Es muss robust und auf den industriellen Einsatz abgestimmt sein.
- Es muss durchgängig konzipiert sein und der Verkabelungsrichtlinie für Profinet entsprechen.
- Es soll den Montageaufwand deutlich reduzieren.
- Es soll die Übertragung von Energie, Signalen und Daten ermöglichen.
- Es soll in Kupfer- oder Lichtwellenlei-ter-(LWL-)Technik ausführbar sein.
- Steckverbinder sollen intuitiv bedienbar (Hören, Sehen, Fühlen der Verrastung) und möglichst einfach zu konfektionieren sein, auch im Feld.
- Schmutz und Schweißspritzer dürfen die Funktion und Betätigung der Schnittstelle nicht beeinträchtigen.
- Daten-/Stromstecker sollen über eine einheitliche Verriegelung verfügen, damit sich die Schlauchpakete schnell austauschen lassen.
Gemäß diesen Forderungen entstand ein durchgängiges Installationssystem gemäß den Profinet-Verkabelungsrichtlinien für die Roboter. Die Verkabelung besteht aus drei Schlauchpaketen, über die Energie, Signale und Daten transportiert werden. Dabei reduziert das Installationssystem den Montageaufwand um rund 50%, denn es besteht aus aufeinander abgestimmten Einzelsteckkomponenten für die Verdrahtung der Schlauchpakete, die via „Plug & Play“ zu einer ganzheitlichen Lösung zusammengesteckt werden.
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