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Bereits bei der Installation reduziert sich der Montageaufwand
Das Installationskonzept hat gleich mehrere Vorteile: Bei der Installation reduziert es den Montageaufwand und der Service kann die Schlauchpakete schneller tauschen. So lässt sich mit den Push-pull-Steckverbindern mit wenigen Handgriffen der Energie-, Signal- und Datenstrang austauschen. Die robusten Metallgehäuse der Steckverbinder sind eigens für raue Umgebungsbedingungen und auf eine lange Lebensdauer ausgelegt.
Push-pull-Steckverbinder und neuartige Anschlussdosen bilden die Basis für den neuen Verkabelungsstandard bei Profinet-Installationen in der Automobilindustrie (Bild 1 – siehe Bildergalerie). Die Profinet-push-pull-Steckverbinder (IEC 61076-3-117, Variante 14) sind mit zwei verschiedenen Einsätzen für Daten und Signale und dem Push-pull-Power-Steckverbinder für die Energieversorgung ausgestattet.
Eine Doppelanschlussdose für Energie und Daten
Das System komplettiert eine Doppelanschlussdose für die Energie (24 V) und Daten (Ethernet) sowie eine Einfachanschlussdose für Signale. Steckverbinder und Anschlussdosen haben RJ45-Einsätze: Dank RJ45-Modulen mit Steadytec-Technik erhöht sich die Anzahl der Steckstellen in einem Channel (gesamte Übertragungsstrecke zwischen zwei Geräten). Maximal sechs Steckstellen sieht die Profinet-Spezifikation vor. Jede zusätzliche Steckstelle in einem „Category-5“-Channel erhöht allerdings die elektrischen Verluste und beeinträchtigt die gesamte Übertragungsstrecke.
Weidmüller setzt deswegen auf RJ45-Komponenten der Kategorie 6A, weil diese im Vergleich zu CAT-5-Komponenten eine deutlich höhere Systemreserve bei der Datenübertragung bieten. Der Push-pull-Steckverbinder für die Energieleitungen ist mit einem fünf-poligen Einsatz für 16 A ausgestattet, der Push-pull-Signalsteckverbinder hat einen zehn-poligen Hybrideinsatz.
Bei Strecken über 100 m kommen Lichtwellenleiter zum Einsatz
Ein weiterer Vorteil von CAT 6A ist die vollständige Kompatibilität zu Bestandsinstallationen, also zu allen gängigen Switches und Netzwerkkarten von 10 Mbit/s bis 10 Gbit/s. 10-Gigabit-Ethernet (10 GbE) ist in den Standards der IEEE 802.3 definiert und gilt speziell für die physikalische Übertragung über Twisted-Pair-Kabel in Kupfer. Die Vorschrift wurde 2006 verabschiedet und beschreibt die Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung über alle vier Leiterpaare eines Datenkabels im Vollduplexbetrieb über eine Strecke von 100 m (10 GBaseT).
Soll die Strecke weiter als 100 m reichen, kommen Lichtwellenleiter zum Einsatz. Und dort spielt der Steadytec-Baukasten sein ganzes Können aus. Der Anwender kann wahlweise RJ45- oder LWL-Steckereinsätze verwenden. Besonders in der Qualitätssicherung mit ihrer industriellen Bildverarbeitung besteht der Wunsch nach größerer Bildauflösung und schnellerer Verarbeitung. Die Steadytec- Technik lässt Übertragungsraten von 10 Mbit/s bis 10 Gbit/s nach IEEE 802.3 zu. Anwender können ohne Anpassung bis 10 Gbit/s fahren und sind damit zukunftssicher aufgestellt.
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