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Aktive und passive Steckkomponenten gemäß Profinet
Das AIDA-Installationssystem kann sowohl in Kupfer- als auch in LWL-Technik ausgeführt sein. Durchgängig für die Roboterverkabelung konzipiert, besteht es aus aktiven und passiven Steckkomponenten (gemäß Verkabelungsrichtlinie für Profinet beziehungsweise Ethernet/IP) sowie Zubehör, das die Verbindung vom Schaltschrank bis in den Roboterkopf gestattet.
Bislang setzten Anwender dabei vorrangig auf Kupferleitungen. Doch die Automationsanforderungen verlangen nach immer höheren Datenmengen bei gleichzeitiger Immunität gegenüber elektromagnetischen Einflüssen, was dazu führt, dass vermehrt Lichtwellenleiter auf Basis von polymeroptischen Fasern (POF) verwendet werden.
Durchgängige Plattform für Industrial-Ethernet-Steckverbinder
Bei der Konzeption der Industrial-Ethernet-Steckverbinder mit der Steadytec-Technik entwickelte man ein durchgängiges Plattformkonzept sowohl für die Kupfer- als auch für die LWL-Verkabelung. Dem Anwender wird somit freigestellt, in welcher Technik er seine Installation von der Feld- bis in die Managementebene ausführt.
Vertraut er beispielsweise auf POF-Lichtwellenleiter, dann kann er mit dem Freecon-Active-Repeater (Bild 2) seine LWL-Verkabelung in Echtzeit diagnostizieren. Die neue Technik wurde für das Profinet durch die Profibus-Nutzerorganisation spezifiziert. Außerdem entspricht der Repeater den Spezifikationen der AIDA.
Repeater überprüft taktsynchronen Datenaustausch
Generell unterliegen POF-Lichtwellenleiter einem natürlichen Alterungsprozess, der die Dämpfung der Faser sukzessive erhöht. Um stets die sichere Übertragung der Ethernetdaten zu gewährleisten, überprüft der Repeater den taktsynchronen Datenaustausch (Isochronous Real-Time, kurz IRT) für die gesamte Übertragungsstrecke hinsichtlich des optischen Budgets, so etwa vom Schaltschrank bis zum Roboterkopf. Die übergeordnete Steuerung wird über Profinet vom Gerät alarmiert, sobald die Dämpfung einen kritischen Wert erreicht hat.
Dabei ermittelt der Profinet-POF-Repeater (Bild 3) erstmals exakt, zu welchem Zeitpunkt welches Schlauchpaket ausgetauscht werden muss. Zudem liefert das Gerät bei der Inbetriebnahme einer Anlage auf Knopfdruck präzise Informationen über die Dämpfung und Länge der Verkabelung. Das spart langwieriges Messen, Dokumentieren und Zertifizieren. Ferner integrieren Freecon-Active-Repeate“ in einem Modul die Daten- und Energieübertragung, was die Anlagenverfügbarkeit erhöht und Vorteile bei der Installation bietet.
Multifunktionswerkzeug zur schnellen und reproduzierbaren Konfektionierung
Für die schnelle und reproduzierbare Konfektionierung von SC-RJ-Steckverbindern mit POF-Lichtwellenleitern gibt es das passende Multifunktionswerkzeug. Dieses Werkzeug mit der Bezeichnug HTX-IE-POF (Bild 4) ermöglicht das Abisolieren und Crimpen von 1 mm dicken polymeroptischen Fasern speziell für Profinet- und Ethernet/IP-SC-RJ-Steckverbinder.
Das exakte Schneiden der Faser an der sogenannten Ferrule erfolgt durch ein rotierendes Messer, ein nachträgliches Polieren ist somit nicht notwendig. Mit diesem Multifunktionswerkzeug erzielt der Anwender eine verlässliche, gleichbleibend geringe Dämpfung.
* Klaus Leuchs ist Produktmanager bei der Weidmüller Interface GmbH & Co. KG in 32758 Detmold
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