Hochstickstofflegierte Stähle Von Stahl zur digitalen Fertigung

Quelle: Pressemitteilung GMH Gruppe 2 min Lesedauer

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Die GMH Gruppe gründet das Start-up Promateria als Pionier für die Metallpulverproduktion und additive Fertigung mit stickstoffreichem Stahl. Hier sollen die eigene Pulverproduktion, additive Fertigung und Finalbearbeitung kombiniert werden.

Greiferbacken aus hochstickstofflegiertem Stahl von Promateria.(Bild:  GMH Gruppe)
Greiferbacken aus hochstickstofflegiertem Stahl von Promateria.
(Bild: GMH Gruppe)

Die GMH Gruppe hat das Start-up Promateria gegründet, das sich auf die Herstellung von hochentwickelten Metallpulvern und additiver Fertigung spezialisiert hat. Das Unternehmen will Pionierarbeit bei der Verwendung von hochstickstofflegiertem Stahl in der Pulvermetallurgie und im seriellen 3D-Druck leisten und damit neue Möglichkeiten für Hochleistungskomponenten in der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik, der Luxusgüterindustrie, dem Maschinenbau und dem Energiesektor eröffnen.

Der Einsatz hochstickstofflegierter Stähle (High Nitrogen Steel, HNS) in pulvermetallurgischen Verfahren sowie in der additiven Fertigung steht bei Promateria im Fokus. Durch maßgeschneiderte Lösungen und mit einem breiten Werkstoffportfolio will das Start-up eine neue Dimension industrieller Fertigungsfreiheit bieten. „Der metallische 3D-Druck ist reif für die Serienfertigung. Mit Promateria kombinieren wir eigene Pulverproduktion, additive Fertigung und Finalbearbeitung für neue Potenziale in Bezug auf Leistung, Design und Nachhaltigkeit“, sagt Philip Stöhr, Kaufmännischer Geschäftsführer von Promateria.

Investition in zielgerichtete Innovation

Promateria wurde gegründet, um die Verarbeitungsgrenzen des Stahls im 21. Jahrhundert zu erweitern. Das Unternehmen fungiert als strategischer Knotenpunkt mit einem starken Fokus auf Leistung und Nachhaltigkeit: High Nitrogen Steel kombiniert eine hohe Korrosionsbeständigkeit mit Härte, Festigkeit sowie Biokompatibilität und bietet damit sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Vorteile. Das Start-up unterstützt auch die interne Nachfrage: Promateria erweitert die Kapazitäten für die Ersatzteilproduktion innerhalb der GMH Gruppe und bedient die steigende Marktnachfrage im Bereich der additiven Fertigung von einbaufertigen Komponenten.

„Wir investieren in einen schnell wachsenden Zukunftsmarkt. Unsere Stahlkompetenz trifft auf modernste Fertigungstechnologie. Das Ergebnis: neue Standards in Präzision, Designfreiheit und Nachhaltigkeit“, sagt Dr. Alexander Becker, CEO der GMH Gruppe.

Das Ziel: Hochleistungsteile für anspruchsvolle Anwendungen

  • Metallpulverherstellung: Das Metallpulver aus hochstickstofflegiertem Stahl wird laut Promateria in einem einzigartigen, auf die Pulvermetallurgie zugeschnittenen Hochdurchsatzverfahren produziert. Die Produktionsmengen reichen von 25 bis 10.000 Kilogramm und sind damit ideal für Prototypen- als auch Serienfertigung einsetzbar. Variable Prozessparameter sollen für eine optimale Ausbeute für den Einsatz in verschiedenen additiven Verfahren sorgen. Die Qualitätskontrolle ist nach ISO 9001 zertifiziert. Die Materialbasis stammt von der GMH-Schwesterfirma Energietechnik Essen GmbH, weitere eisenbasierte Werkstoffe der GMH Gruppe sind ebenfalls auf Anfrage erhältlich.
  • Additive Serienfertigung: Mit dem Moldjet-Verfahren und selbst entwickelten Metallpasten ermöglicht Promateria eine flexible Prototypen- bis hin zur Serienfertigung auf sechs Plattformen im Revolversystem, mit jeweils 375 mm × 210 mm × 110 mm (L × B × H). Selbst hochkomplexe Geometrien, Hinterschneidungen, feine Details oder Hohlstrukturen seien problemlos realisierbar. Die ISO 9001-Zertifizierung für diesen Bereich wird für das dritte Quartal 2026 erwartet. Die Materialauswahl reicht von hochstickstofflegiertem Stahl, Edelstahl, Werkzeugstahl, niedriglegierten Stählen, Hochtemperaturlegierungen, Titanlegierungen, über Keramik, Kupfer und mehr. Die Technologie unterstützt die Massenindividualisierung, Leichtbauweise und langlebige Komponenten – und kombiniert damit technische Leistungsfähigkeit mit Kosteneffizienz.

Promateria soll den Wandel der GMH Gruppe von einem traditionellen Stahlproduzenten zu einer treibenden Kraft der modernen industriellen Innovation widerspiegeln. Durch die Kombination von fortschrittlichen Werkstoffen mit digitaler Fertigung gestaltet die GMH Gruppe die Zukunft des Stahls – flexibel, nachhaltig und für die Industrien von morgen

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