Maschinenbauer können über 30% Montagezeit einsparen, wenn die Anlagen nicht mehr klassisch mit offenen Kabelenden ausgeliefert werden. Zudem entfallen Verdrahtungsfehler.
Beim Hersteller mit Steckverbindern versehene Kabelstränge beschleunigen nicht nur die Verkabelung, sie vermeiden auch Fehler, die sonst beim Verdrahten vor Ort auftreten.
(Bild: Harting)
René Heiden, Betriebsleiter der Suatec GmbH, beschreibt eine typische Herausforderung bei der Montage auf internationalen Baustellen: „Die Sondermaschinen werden zu über 80 % exportiert. Beim Aufbau und der Inbetriebnahme vor Ort mangelt es allerdings sehr häufig an qualifiziertem Personal. Das kann dann sehr teuer werden, wenn jemand zur Beseitigung von Verdrahtungsfehlern extra anreisen muss.“
Die Suatec GmbH erstellt mit über 50 Mitarbeitern Automatisierungs- und Engineering-Lösungen für die Prozess- und Anlagentechnik. Dazu gehört auch der Schaltschrankbau für den Sondermaschinenbauer. „Die Maschine wird mit einem Kabelbaum aus 50 einzelnen Kabeln angeschlossen. Jedes Kabel hat nochmals vier bis 25 Einzel-Litzen, die dann vor Ort abisoliert, mit Kontakten versehen und verdrahtet werden müssen. Da kommt es zu Fehlern. Um das zu vermeiden, wollte der Maschinenbauer die Verkabelung vereinfachen und bereits fertig mit Steckverbindern ausliefern“, benennt der Betriebsleiter von Suatec die Anforderung.
Fertig montierte Steckverbinder tragen dazu bei, Fehler bei der Anlagenverkabelung beim Kunden zu vermeiden.
(Bild: Harting)
Die Edelstahl-Montageplatte wird von Harting Customised Solutions (HCS) vorkonfektioniert und vereint sämtliche Steckverbindungen für den Schaltschrank.
Die Sockelgehäuse der Industriesteckverbinder sind rückseitig der Montageplatte über Adapter mit einer speziellen Platine kontaktiert. Sie ersetzt eine Klemmleiste mit 200 Einzelkontakten für Kleinspannungen. Die Kabel für die Kleinspannungen werden jetzt direkt mit der Platine verbunden.
Vorkonfektionierte Kabelsätze direkt im Schaltschrank stecken
Eine Herausforderung war die Vielzahl der Verbindungen und die sich daraus ergebene hohe Anzahl an Steckverbindungen von jeder Maschine zum Schaltschrank. Dazu hat Suatec in Kooperation mit dem Steckverbinderspezialisten Harting ein Ansatz entwickelt, die Kabelsätze direkt ins Innere des Schaltschranks zu führen. Dazu wird der Schaltschrank mit einer speziellen Platine ausgerüstet. Sie ersetzt eine Klemmleiste mit 200 Einzelkontakten für Kleinspannungen. Die Kabel für die Kleinspannungen werden jetzt direkt mit der Platine verbunden. Diese Leiterkarte wird fertig vormontiert mit passenden Adaptern für die direkte Kontaktierung von Industriesteckverbindern von Harting geliefert. Harting liefert zudem die konfektionierte Kabelsätze sowie eine Edelstahlplatte mit entsprechenden Sockelgehäusen zur Aufnahme der Steckverbinder. Die Lösung spart zudem die Schnittstelle an der Schaltschrankwand sowie ein Großteil der internen Verdrahtung ein.
Die Entwicklung speziell für den Schaltschrank mit Konfektionierung der Kabel, Edelstahlplatte, Platine, Stecker und den passenden Kabellängen für die Anschlüsse in der Maschine wurden als Projekt bei Harting umgesetzt. Solche kundenspezifischen Lösungen entwickelt ein spezieller Geschäftsbereich, die Harting Customised Solutions (HCS).
Für René Heiden von Suatec GmbH ist eine enge Kooperation wichtig:
„Für die termingerechte Auslieferung der Maschinen arbeiten wir sehr eng und reibungslos mit Harting zusammen. Es gab nicht einen Fall, wo wir Probleme nicht schnell und zufriedenstellend lösen konnten.“
Für das Schaltschrankprojekt erfolgten die Vorgespräche zwischen dem Sondermaschinenbauer, Suatec und dem Vertrieb von Harting. Anschließend wurden die technischen Anforderungen sowie die Vorgaben für die Bauteile mit dem Project Engineering von HCS geklärt, Konzepte besprochen, Muster erstellt und anschließend eine Nullserie mit Prototypen getestet. Nach der Freigabe folgten die abschließenden elektrischen und EMV-Prüfungen.
„Durch die Harting-Lösung ist alles für die Montage vor Ort vorbereitet. Die aufwendige Konfektionierung der Kabel entfällt. Das verringert die Montagezeit um mindestens 30 %“, beziffert René Heiden, Betriebsleiter bei Suatec, den Nutzen.
(Bild: Harting)
Die Montagezeit verringert sich um mehr als 30 %
Für den Sondermaschinenbauer sind die vorkonfektionierten Kabelsätze mit den montierten Steckverbindern ein wichtiger Vorteil. Durch den Verzicht auf eine Klemmleiste und die direkte Verbindung über eine Platine müssen 200 Kontakte nicht mehr einzeln verdrahtet werden. Die Kabel können in Serie gefertigt und bereits fertig mit angeschlossenen Steckern ausgerüstet werden. „So ist alles für die Montage vor Ort vorbereitet. Die aufwendige Konfektionierung der Kabel entfällt. Das verringert die Montagezeit um mindestens 30 %“, beziffert der Betriebsleiter von Suatec den Nutzen. Als weiteren Vorteil nennt er die gleichbleibende Qualität durch die standardisierte und qualitätsgesicherte Lösung. So würden Verdrahtungsfehler vermieden, Zeit und Kosten gespart.
Für den Sondermaschinenbauer war es wichtig, dass sowohl Kabelkonfektion und Steckverbinder als auch Komponenten wie Edelstahlplatten und Platinen aus einer Hand kommen. Alle Bauteile wurden von HCS aufeinander abgestimmt und getestet. Für Heiden ist hier die enge Kooperation wichtig: „Für die termingerechte Auslieferung der Maschinen arbeiten wir sehr eng und reibungslos mit Harting zusammen. Es gab nicht einen Fall, wo wir Probleme nicht schnell und zufriedenstellend lösen konnten.“
Stand: 08.12.2025
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* Guido Steenbock ist Vertriebsingenieur bei der Harting..??. Weitere Informationen: Harting.??.. in PLZ Ort, Tel ???? E-Mail???