Winkelgetriebe Vorteile der Spiroidverzahnung bei Winkelgetrieben

Autor / Redakteur: Hubert Leibold / Stefanie Michel

Neben dem Kostenfaktor spielt bei der Auswahl von Winkelgetrieben auch die Verzahnungsart eine wichtige Rolle. Vor allem im unteren Leistungsbereich zeigt eine Spiroidverzahnung deutliche Vorteile. Nun lassen sich auch kleine Übersetzungen mit hohem Verzahnungswirkungsgrad wirtschaftlich hergestellen.

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In der Ausführung als Aufsteckgetriebe mit Hohlwelle lassen sich die Spiroplangetriebe platzsparend an die Arbeitsmaschine anbauen. (Bild: SEW-Eurodrive)
In der Ausführung als Aufsteckgetriebe mit Hohlwelle lassen sich die Spiroplangetriebe platzsparend an die Arbeitsmaschine anbauen. (Bild: SEW-Eurodrive)

Die Auswahl des richtigen Getriebes für eine Antriebsaufgabe wird meist nach technischen Kriterien getroffen. Doch auch der Erwerb, der Einsatz und die Folgekosten werden mit in Betracht gezogen.

Winkelgetriebe gefragter als koaxiale Stirnradgetriebe

Winkelgetriebe, insbesondere als Aufsteckgetriebe mit Hohlwelle, weisen seit vielen Jahren größere Wachstumsraten auf als koaxiale Stirnradgetriebe. In vielen Fällen vereinfachen sie den Anbau an die Arbeitsmaschine und sind platzsparend. Das gilt besonders für die in der Intralogistik vielfach anzutreffenden Förderaufgaben.

Neben ökonomischen Zwängen steht bei der Auswahl des richtigen Antriebs das Thema Energiesparen immer mehr im Brennpunkt. Bei den meist ein- bis dreistufigen Getrieben entstehen die Verluste zum großen Teil an den Verzahnungsstufen selbst. Dazu kommen die Lager- und Wellendichtringverluste sowie die Planschverluste. Diese sind abhängig von der Drehzahl, der Betriebstemperatur und Schmierstofffüllung.

In technischer Hinsicht kann die Auswahl des richtigen Antriebs nach relativ objektiven Kriterien wie Last- und Laufzeitkollektiv getroffen werden. Schwieriger wird die Entscheidung dann, wenn der Erwerb, der Einsatz und die damit verbundenen Folgekosten mit in Betracht gezogen werden sollen. Doch die Angabe dieser TCO-Werte (Total Cost of Ownership) wird heute bereits oft gefordert.

Die Verzahnungsart der Winkelstufe ist ein Kostenfaktor

Ein entscheidender Kostenfaktor beim Winkelgetriebe ist die Verzahnungsart der verbauten Winkelstufe. Dies gilt gerade für Winkelgetriebe im kleinen Leistungsbereich. Seit vielen Jahrzenten herrscht hier die Schneckenverzahnung vor. Ein Grund sind die geringeren Herstellungskosten gegenüber Kegelradverzahnungen.

Darüber bietet die Schneckenverzahnung viele Vorteile. So sind beispielsweise große Übersetzungen in einer Stufe möglich. Außerdem sind Schneckengetriebe stoßunempfindlich und weisen ein großes Überlastvermögen auf. Wegen der Gleitanteile zwischen Schnecke und Rad ergeben sich zudem eine gute Laufruhe und Schwingungsdämpfung.

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