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Temperaturüberwachung während des Prüfablaufs
Während eines Prüflaufs der Maschine steigt aufgrund der Kombination von Drehzahl- und Kraftbelastung die Temperatur in den Wälzlagern. Diese Wärme heizt die gesamte Prüfvorrichtung von innen auf. In der Einrichtung sind eine Heizspirale und ein Lüfter integriert. Die Temperatur des Schmieröles wird im Ölumlauf genau eingehalten. In der Regel werden im Hinblick auf die im Prüfstand verwendeten Dichtungswerkstoffe Temperaturen unter 80 °C eingestellt; die Dichtungen sind für Temperaturen bis maximal 100 °C ausgelegt. Wenn die für die Prüfung geplante Zieltemperatur nicht erreicht wird, wird zugeheizt. Ist durch die in den Lagern entstehende Hitze die Zieltemperatur überschritten, wird das Schmieröl in der Prüfvorrichtung heruntergekühlt. Entsprechende Sensoren nehmen die Temperatur direkt am stillstehenden Außenring auf.
Bestückt ist der Prüfstand jeweils mit vier Wälzlagern und demzufolge werden die Temperaturen von vier Sensoren gemessen. Die Schwingungssignale werden durch drei Sensoren erfasst.
Hydraulisch aufgebrachte Kräfte werden konstant gehalten
Auch der Druck der Hydraulikzylinder wird geregelt. Um die hydraulisch aufgebrachten Kräfte möglichst konstant zu halten, steht durch einen Druckbehälter quasi ein Ausgleichsdepot zur Verfügung. Bei geringem Druckabfall wird über eine Pumpe das Depot entsprechend wieder nachgefüllt.
In Bild 3 sieht man ein dreiteiliges Gehäuse. Insgesamt ist dieses Gehäuse mit vier Wälzlagern bestückt, die mit drei Sensoren gemessen werden, denn innen – also in der Mitte – sind zwei Lager dicht beieinander platziert, die mit einem einzigen Sensor gemessen werden. Zugeordnet wird dann in einem Schadensfall durch eine spätere Begutachtung. Nach dem Prüfungsende werden die Lager ausgebaut, zerlegt und die Komponenten bewertet.
Wie man sich einen Schadensfall vorstellen kann
Das Schadensbild ist in der Regel eine Materialermüdung, die optisch bereits zu erkennen ist. Aus einem Lager herausgelöste Materialpartikel werden mit dem Schmieröl aus dem Lager gespült und aus dem Kreislauf durch Feinfilter herausgefiltert.
Was letztendlich zum Stoppen der Prüfeinrichtung führt, ist eine der Kenngrößen Wirkleistung, Temperatur oder Geräusch. Ist beispielsweise die normale Lebensdauer überschritten und es folgt im späteren Umlauf ein Schaden eines einzelnen Wälzlagers, dann entstehen Schwingungen, die ein bestimmtes, festgelegtes Limit überschreiten. Der Prüfstand misst die Schwingungen breitbandig mithilfe von Sensoren und bemerkt so eigenständig einen möglichen Schaden. Frequenzselektive Messungen sind natürlich auch möglich und genauer, weil durch die Frequenz sogar das jeweilige Bauteil zu ermitteln ist.
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