LFD Wälzlager Wälzlager-Prüfung bis 100 % ist nicht genug

Autor / Redakteur: Michael Neuhaus / Stefanie Michel

Ein neuer Wälzlagerprüfstand für die Prüfung unter reiner Radiallast und einer kombinierten Radial- und Axiallast erfüllt die höchsten Anforderungen zur Lebensdauerbeurteilung von Wälzlagern nach vordefinierten Spezifikationen – über 100 % ihrer Kapazität hinaus. Damit wird die Leistungsfähigkeit der Lager sichergestellt.

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(Bild: Norbert Sell - SELL MEDIA COMPANY)

In Zusammenarbeit mit einer Hochschule hat der Wälzlagerspezialist LFD einen neuen Prüfstand entwickelt, der zur Prüfung von Wälzlagern unter reiner Radiallast und einer kombinierten Radial- und Axiallast eingesetzt werden kann. Dieser Prüfstand erfüllt die hohen speziellen Anforderungen von LFD zur Lebensdauerbeurteilung von Wälzlagern nach konkret vordefinierten Spezifikationen. Qualitätsmanagement nach deutschen Standards ist für alle Produktionszweige der LFD-Gruppe eine Selbstverständlichkeit. Dieser hohe und verlässliche Qualitätsanspruch erwartet modernste Messtechnik. In enger Zusammenarbeit erarbeitet das Unternehmen Lösungen und Produkte für die Antriebstechnik mit langer Lebensdauer, Korrosionsbeständigkeit, Laufruhe, Wartungsfreiheit und Energieeffizienz, die den jeweiligen Anforderungen angepasst werden.

Eigene automatisierte Fertigungslinien garantieren Wälzlager mit durchgehend hoher Qualität. Zur Kontrolle, für Optimierungen und für Neuentwicklungen wurde nun das mit modernster Messtechnik ausgestattete Entwicklungslabor um weitere Prüfstände erweitert. Der neue Lagerprüfstand WAH 1402, der zusammen mit einer Hochschule entstand, wurde so entwickelt und konstruiert, dass Wälzlager innerhalb bestimmter geometrischer Grenzen untersucht werden können.

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Die Detektion des Lebensdauerendes erfolgt durch die wahlweise Aufzeichnung breitbandiger oder frequenzselektiver Kennwerte und deren Abgleich mit eingestellten Grenzwerten. Die Abschaltautomatik wird durch die Auswertung der Körperschall- und Temperatursignale an den Außenringen der Prüflager gesteuert. Gleichzeitig bietet die Aufzeichnung der Lagersignale die Basis für entsprechende detaillierte Untersuchungen und eine präzise Diagnose.

Lebensdauerprüfungen und Leistungseinstufung möglich

Der Ausbau und die Neubestückung des Prüfstandes mit den jeweils ausgewählten Prüflagern dauert maximal 180 Minuten. Der Prüfstand entspricht dem aktuellen Stand der Technik und wurde nach gültigen Regelwerken der Technik (Normen, Richtlinien) konstruiert. Eine Risikobeurteilung gemäß Maschinenrichtlinie 2006/42/EG wurde ebenfalls erfolgreich ausgeführt.

Auf diesen eigenen Prüf- und Testständen prüft LFD vor Ort in Dortmund Zylinderrollen-, Kegelrollen- und Rillenkugellager. Meist handelt es sich um Lebensdauerprüfungen zum Abgleich mit den theoretisch ermittelten Werten. Durch Wiederholungsläufe wird eine Leistungseinstufung auch im Vergleich zu anderen Fabrikaten aus Europa möglich. Ergänzend zu den geometrischen Vergleichen gibt der praktische Lebensdauertest so konkrete Bestätigungen für das Leistungsverhalten des Wälzlagers unter den definierten Kraft- und Temperaturbelastungen bei konstanter Drehzahl.

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