LFD Wälzlager

Wälzlager-Prüfung bis 100 % ist nicht genug

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Mögliche Schäden grafisch und tabellarisch abbilden

Als Ablesegerät dient ein Monitor, über den die Einstellungen und Auswertungen der laufenden Messungen sowohl grafisch abgebildet werden als auch die einzelnen Messwerte detailliert in Tabellenform angezeigt werden können. Der Prüfer gibt individuell eine Warngrenze und eine Stoppgrenze ein – so wie es für die Prüfanforderung der jeweiligen Wälzlager gefordert ist. Die Sensoren nehmen die akustischen Signale wahr und die Schwingungen werden quasi als Lautstärkeverlauf abgebildet. Dabei werden selbst einzelne Peaks exakt dargestellt.

Lampen (grün, gelb oder rot) an der Prüfeinrichtung zeigen zusätzlich den Status an. Dadurch wird gemeldet, ob eine Warngrenze erreicht wurde oder ob der Prüfstand sich wegen eines Schadens, bei dem die Stoppgrenze überschritten wurde, abgeschaltet hat. Wiederholt auftretende und sich steigernde Peaks kündigen einen Schaden an. Ein Schaden verifiziert sich dann durch eine stetige Erhöhung des Signalwertes über einen längeren Zeitraum und eine Überschreitung des voreingestellten Limits. Dabei ist die Stärke genau ablesbar. Es lässt sich zwar an Hand der breitbandigen Schwingungsaufzeichnungen noch nicht qualitativ feststellen, an welcher Lagerkomponente der Schaden vorliegt, aber das ergibt die kompetente Begutachtung durch die Ingenieure von LFD.

Wälzlager für die Prüfung willkürlich ausgewählt

Bereits in der Produktion werden alle LFD-Wälzlager dokumentiert und auf Qualität geprüft. Die Bohrung, der Außendurchmesser, das Lagerspiel – all das wurde geprüft. Zudem wurden Körperschallmessungen vorgenommen. Damit sind die Lager auslieferungsbereit und von durchgehender und repräsentativer Qualität. Deshalb können für die Tests willkürlich und stichprobenartig Wälzlager aus dem Warenlager entnommen und für die Prüfungen eingesetzt werden.

Bei den Prüfständen geht es um gezielt angelegte und unterschiedliche Belastungen im Zusammenhang mit Lebensdauerprüfungen. Dank eines ausgefeilten Qualitätsmanagementsystems treten bei LFD während solcher Prüfläufe, wie zu erwarten, keine Fehler ausschließlich an gleichen Komponenten auf. Schäden ereignen sich vielmehr willkürlich und können entsprechend jedes Bauteil betreffen. Das ist statistisch genau so auch korrekt. Jede der Komponenten könnte eine Störung verursachen – Außenringe wie Innenringe, aber eben auch die Wälzkörper. Bei Kugeln genügt es zum Beispiel bereits, wenn sie außerhalb der passenden Sortiergüte eingebaut wurden, denn Sortiergüten spielen hier eine wichtige Rolle für den perfekten Lauf eines Wälzlagers.

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