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Condition-Monitoring-Systeme

Wartung braucht Zusammenspiel von Sensorik und Intelligenz

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Instandhaltungssoftware macht Fehler für den Instandhalter besser sichtbar

Ein interessantes Feature der Software ist die Reduktion der Messdaten innerhalb der Datenaufzeichnung. Damit kann beispielsweise eine Aufzeichnung im Ringpuffer nur bei Änderung eines Messwerts erfolgen. Zur schnelleren Verarbeitung ist ein partielles oder verdichtendes Laden und Speichern von Messdaten in beziehungsweise aus Dateien möglich. Über die hohe Flexibilität in der Visualisierung sind Instandhalter in der Lage, Veränderungen sehr gezielt wahrzunehmen. So lassen sich mehrere Zeitachsen in einer Darstellung parallel darstellen. Auf diese Weise sind auch schleichende Veränderungen im Kurz- und Langzeittrend zu erkennen. Der Monitoring-View erlaubt außerdem die Kombination von Spektrum, Histogramm und Zeitdarstellung in einer Übersicht. Anzeigeattribute, wie zum Beispiel Farbe und Linientyp, können flexibel vorkonfiguriert werden und verbessern damit die Übersichtlichkeit. So lassen sich Bauteilresonanzen, Unwuchten, Getriebefehler oder Lagerschäden ebenso deutlich darstellen wie die Drehmomentüberwachung, Ausrichtungsfehler oder auch Feldfehler in elektromotorischen Antriebssystemen. Aufgrund der einfachen Installation und Bedienung moderner Systeme wie des Siplus CMS4000 sind solche vorausschauenden Instandhaltungssysteme heute in vielen Industriezweigen zu finden. In Windenergieanlagen, dem Paradebeispiel für CMS, werden die Turbinen an vielen Stellen überwacht. Durch solche Maßnahmen sind Betreiber in der Lage, zustandsorientiert die Laufzeit oder Verfügbarkeit zu verlängern, was direkte Auswirkungen auf die Energieeffizienz hat. Außerdem können damit die von den Versicherern in die Verträge mit aufgenommenen Revisionsklauseln in gewissem Umfang «abgefedert» werden. Diese fordern zum Beispiel den Austausch bestimmter Komponenten des Triebstrangs nach einem bestimmten Zeitraum, um Schäden zu vermeiden.

Algorithmen und Funktionen für die sichere Diagnose

Am Beispiel des Siplus CMS 4000 von Siemens wird deutlich, dass es mittlerweile sehr praxisorientierte Systemlösungen gibt, um über die zustandsorientierte Instandhaltung die Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen spürbar zu erhöhen. Ein solches System besteht aus einer leistungsfähigen Auswerteeinheit, dazu passenden dezentralen Messwert-Aufnehmereinheiten und einem flexiblen Softwaretool, das die Funktion des „Diagnoseexperten“ übernimmt. Denn das Produkt beinhaltet die jahrelange Erfahrung von Technikexperten, die aus Signalen Ereignisse ableiten können. Daraus wurden Algorithmen und Funktionen entwickelt, die in der Lage sind, aus den Messwerten eine Diagnose zu formulieren. Damit helfen sie Instandhaltern, das Richtige zu tun.

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* Bernhard Herzog ist Redakteur beim Schweizer MaschinenMarkt in 8800 Thalwil (Schweiz)

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