Antriebssysteme digitalisieren
Warum Dateninteroperabilität bei elektrischen Antrieben zum Effizienzfaktor wird

Ein Gastbeitrag von Dr. Jan Hofmann * 6 min Lesedauer

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Um datengetriebene Anwendungen zu implementieren, müssen Komponenten verschiedenster Hersteller verfügbar gemacht werden. Für Antriebssysteme definiert deshalb das Forschungsprojekt „Reallabor Antrieb 4.0“ eine gemeinsame, maschinenlesbare Semantik. Damit lassen sich alle Daten zusammenführen.

Bild 1: Antriebsdaten werden standardisiert zugänglich gemacht, um die Informationen herstellerunabhängig für die Optimierung des Betriebs zu nutzen.(Bild:  © Gorodenkoff - stock.adobe.com / KI-generiert)
Bild 1: Antriebsdaten werden standardisiert zugänglich gemacht, um die Informationen herstellerunabhängig für die Optimierung des Betriebs zu nutzen.
(Bild: © Gorodenkoff - stock.adobe.com / KI-generiert)

In industriellen Antriebssystemen fallen viele Daten an, aber häufig sind sie schwer nutzbar: Unterschiedliche Schnittstellen, proprietäre Werkzeuge und uneinheitliche Datenmodelle erschweren es, Produkt- und Betriebsdaten über Herstellergrenzen hinweg konsistent zu verknüpfen und für Auslegung, Betrieb und Optimierung einzusetzen. Genau hier setzt das Forschungsprojekt „Reallabor Antrieb 4.0“ an: Eine herstellerübergreifende digitale Plattform macht Antriebsdaten interoperabel, sicher und praxistauglich verfügbar – bei voller Datensouveränität der Beteiligten.

Ziel ist es, den Weg zu datengetriebenen Anwendungen zu ebnen, die Energieeffizienz und Ressourceneinsatz messbar unterstützen – nicht als Insellösung, sondern als standardisierte Grundlage für den industriellen Einsatz. Industrie und Wissenschaft bündeln dazu ihr Know-how im Rahmen einer Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE).