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IAB-Bericht Weiterer Stellenabbau im produzierenden Gewerbe

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die Konjunktur ist auf langsamen Erholungskurs - aber das produzierende Gewerbe und die Automobilindustrie haben immer noch zu kämpfen, so eine aktuelle Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB.

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Das produzierende Gewerbe und die Automobilindustrie leiden immer noch stark unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie.
Das produzierende Gewerbe und die Automobilindustrie leiden immer noch stark unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie.
(Bild: ©industrieblick - stock.adobe.com)

Eine aktuelle Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt: Die Wirtschaft erholt sich langsam – manche Branchen leiden jedoch stark unter der Corona-Krise.

Schwieriger Erholungskurs für den Arbeitsmarkt

Für dieses Jahr erwartet das IAB einen Rückgang des BIP um 5,2 Prozent und eine Zunahme der Arbeitslosen um 440.000. Im nächsten Jahr soll es wieder aufwärts gehen – vorausgesetzt, es gibt keinen zweiten Lockdown oder eine große Insolvenzwelle: Dann könnte die Wirtschaftsleistung wieder um 3,2 Prozent steigen und die Arbeitslosen um 130.000 zurückgehen.

Die Konjunktur befindet sich nach dem Einbruch in der Corona-Krise wieder auf Erholungskurs.

Forscher des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)

Zum Vorkrisenniveau ist es jedoch noch ein weiter Weg: Laut einer aktuellen Ifo-Prognose wird sich die Arbeitslosenquote auch Ende 2022 nicht wieder auf Vorkrisenniveau bewegen.

Schwieriger Transformationsprozess für die Automobilindustrie

Positiv ist: Infolge der schnellen und weitgehenden Lockerungen ist bereits zum Ende des zweiten Quartals eine deutliche Erholung in Gang gekommen. Kritisch sieht das IAB unter anderem die schwierigen Transformationsprozesse bei der Automobilindustrie.

Außerdem kommt es in vielen Branchen zu Kündigungen. Vor allem im produzierenden Gewerbe gab es im zweiten Quartal einen deutlichen Stellenabbau, der voraussichtlich auch im nächsten Jahr anhalten wird.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ und „Information und Kommunikation“

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