Große Dachelemente

Weltgrößte LFI-Anlage in den USA installiert

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Roboter übernehmen die komplette Werkzeugbefüllung

Für die Werkzeugbefüllung sind zwei Industrieroboter jeweils mit einem LFI-Mischkopf ausgestattet. Der Mischkopf wird über das Werkzeug gefahren. Zuvor wird mit zwei weiteren Industrierobotern eine Lackschicht (In Mold Painting) und eine Sperrschicht ins Unterwerkzeug eingebracht. Die Sperrschicht verhindert, dass sich die Fasern durch den Lack „durchscheinen“. In einem Zyklus entstehen komplett lackierte Maschinendächer, die nicht nur hoher mechanischer Beanspruchung standhalten, sondern auch hochwertige Oberflächen haben.

Um Probleme aufgrund der Lackausdampfung zu vermeiden, ist das Shuttle-System explosionsgeschützt ausgeführt. Trotz der enormen Bauteil- und somit Werkzeuggröße sorgt eine Schwenkvorrichtung für eine bewegliche obere Werkzeugaufspannplatte. Bei komplett geöffnetem Formenträger kann die obere Platte mit dem Oberwerkzeug um 90° in Bezug auf das Unterwerkzeug geschwenkt werden.

“Die guten mechanischen Eigenschaften und die hochwertigen Oberflächen empfehlen das LFI-Verfahren für großflächige Bauteile besonders in der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie, um die steigenden Anforderungen nach geringerem Flottenverbrauch zu erfüllen” sagt Condeelis. Die Vorgaben dazu liefert die Corporate Average Fuel Economy (CAFE), der sich aus der US-amerikanischen Gesetzgebung zu Kraftfahrzeugen zu einem Begriff für den Flottenverbrauch entwickelt hat.

CAFE ist der nach Marktanteilen gewichtete Flottenverbrauch der Fahrzeuge eines Herstellers, berechnet in „miles per gallon“ (mpg) – von allen Fahrzeugen (Pkw und Klein-Lkw), die eine Masse (gross vehicle weight rating, GVWR) unter 8500 lbs (weniger als etwa 4000 kg) haben und für den Verkauf in den USA hergestellt wurden.

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