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Die K 2016 ist am Start

Weltweit größte Kunststoffmesse öffnet am 19. Oktober ihre Hallen

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Nur sensible Roboter sind „echte“ Kumpels

Die meisten Roboter am Markt sind schnell und liefern reproduzierbare und gleichmäßige Ergebnisse. Und sie arbeiten aus Sicherheitsgründen getrennt vom Bedienpersonal. „Ein robuster Roboter, der sich schnell bewegen kann, ist nicht geeignet für die Arbeit neben Menschen“, sagt Sonny Morneault, U.S. National Sales Manager bei Wittmann Battenfeld. Die Firma verkauft Roboter und Primärausrüstungen wie Spritzgießmaschinen. Morneault sieht eine wachsende Nachfrage nach Robotern. Meist geht es dabei um Hilfssysteme zur Platzierung von Einsätzen in Formen oder die Etikettierung und Hochgeschwindigkeitsentnahme von Teilen.

Es gibt zudem einen Trend in Richtung kollaborative Roboter – leichte Plattformen für die Montage, Beladung und Entnahme sowie Verpackung, die sicher mit Menschen interagieren. Einige wenige Unternehmen stellen solche Roboter her. Zu ihnen gehört auch Rethink Robotics mit zwei Modellen, Baxter und Sawyer. Sie sind kostengünstig und leicht und werden programmiert, indem man ihnen Armbewegungen „beibringt“ und an einem Steuergerät die Eingabetaste drückt. Baxter verfügt über zwei Arme mit 7 Freiheitsgraden, Sawyer hat einen Arm mit 7 Freiheitsgraden. Beide können bis zu 4 kg heben.

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Roboter werden vielseitiger

Die Roboter können von Mitarbeitern einfach durch das Werk gerollt werden. Zu den Funktionen gehören: Positionserkennung und automatische Einrichtung für Aufgaben; federgetriebene Aktuatoren zur Kraftregelung, Armsensoren, die den Federweg während der Bewegung messen und den Armmotor entsprechend anpassen, sowie Selbstprogrammierung. Sie haben zudem Sensoren, die erfassen, wenn ein Mitarbeiter ihnen zu nahe kommt – wenn das der Fall ist, wird der Roboterbetrieb gestoppt. Laut dem Unternehmen amortisieren sich die Roboter in der Regel binnen weniger Monate.

Herkömmliche Roboter werden vielseitiger. Ein von Morneault genannter Bereich ist das Sammeln und Übertragen von Produktionsdaten. Er merkt jedoch an, dass diese Technologie bei wenigen Kunden und dann auch nur für interne Zwecke zum Einsatz kommt.

Fortschritte bei Designsoftware und Robotertechnik sind nur ein kleiner Ausschnitt der aktuellen Aktivitäten in der nordamerikanischen Kunststoffindustrie. Ihre Wirkung und die Potenziale, die sie schaffen für Entwicklungen, sind jedoch erheblich. Diese Möglichkeiten, die auf der K 2016 präsentiert werden, sind möglicherweise der Grundstein für Produktivitätssteigerungen und Kosteneinsparungen, die in der Industrie auch zukünftig gefordert sein werden.

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