Rückführ- und Recyclingverfahren

Weniger Chemieeinsatz in der Galvanotechnik

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Dabei erhalten nicht nur Einzelteile, wie Schrauben, Muttern und spezielle Sicherungen, einen beständigen Oberflächenschutz gegen Korrosion und Verschleiß. Auch Bauteile erhalten eine qualitativ hochwertige Metallveredlung. Geschäftsführer Frank Benner berichtet über den Ablauf der Beratung: „Der Berater hat Schwachstellen aufgedeckt, die behoben werden konnten. Dabei führten auch viele kleine Verbesserungen zum Erfolg.“

Fußbodenheizung sorgt für geringeren Krankenstand

Die Beratung geschah zu einer Zeit, als das Unternehmen eine neue Halle mit 2800 m² auf zwei Ebenen plante, so Benner: „Sie sensibilisierte uns, auch beim Neubau auf Nachhaltigkeit zu setzen. Wir überlegten, was wir besser machen können, was zum Beispiel über die Wärmeschutzrichtlinie hinausgeht, nicht nur fürs Gebäude, sondern auch für Fenster mit hoher Wärmedämmung.“

Er nennt weitere Beispiele: „Wir haben uns auch gefragt, wie wir energieeffizienter heizen können. Das Problem dabei in der Galvanik ist die Absaugung, um die geforderten MAK-Werte am Arbeitsplatz einzuhalten. Wir arbeiten dabei mit Unterdruck und es muss nur warme Luft nachgeführt werden.“ Die alte Heiztechnik nutzte Warmwassergebläse. Beim Bau der neuen Halle hat sich das Unternehmen für eine Fußbodenheizung mit 22 °C Vorlauf entschieden. „Das ergibt ein angenehmes, gleichmäßiges Hallenklima. Im Vergleich zur alten Halle ist der Krankenstand deutlich zurückgegangen“, bemerkt Benner.

In der Halle und im Bürogebäude wurde eine neue Lichttechnik installiert. Bewegungsmelder schalten LED-Leuchten an und aus. Auch die äußere Umfahrung der neuen Halle wird von LED-Leuchten bestrahlt. „Die LED-Technik bringt uns pro Jahr eine Einsparung von rund 1800 Euro an Stromkosten. Der Mehraufwand im Vergleich zur konventionellen Beleuchtung amortisierte sich in neun Monaten“, bilanziert der Ruhl-Geschäftsführer und ergänzt: „In der Produktion haben wir aufgrund der gesetzlichen Vorgaben einen Kompromiss gefunden. Verschiedene Bereiche sind mit Sensoren bestückt, die das Licht in Abhängigkeit vom Umgebungslicht steuern. Ist das Umgebungslicht hell, fährt in der Halle das Licht herunter, wird es draußen dunkel, wird es automatisch hell. Egal zu welcher Uhrzeit, in der Halle herrscht immer die gleiche Lichtintensität. Und wir brauchen nur knapp ein Drittel der Energie, die eine konventionelle Beleuchtung erfordert hätte.“

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