Mangerkarrieren Wenn Macher und Zahlenmanager das Unternehmen regieren

Autor / Redakteur: Bernhard Kuntz / Jürgen Schreier

Viele Manager scheuen Innovationen, denn deren Erfolg lässt sich nur bedingt vorhersagen. Eine Ursache dafür ist: Die firmeninterne Personalauswahl spült primär pragmatische Macher und Zahlenmenschen an die Spitze. Wer dagegen neue Wege beschreiten möchte, kann sich dabei aber nur selten auf Zahlen stützen.

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Viele Manager haben Angst vor Innovationen. Das stellt Dr. Georg Kraus im Kontakt mit Unternehmensführern immer wieder fest. Dabei gehört es zu ihren Kern-aufgaben, dafür zu sorgen, dass ihr Unternehmen auch künftig mit Erfolg agiert.

Eine Ursache hierfür ist laut Aussagen des Inhabers der Bruchsaler Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner: „Das operative Tagesgeschäft erfordert von Managern ein hohes Maß an Pragmatismus und Bodenständigkeit. Deshalb bleiben im Auswahlprozess auf dem Weg nach oben oft die pragmatischen Macher übrig.“ Diese betrachten Innovationen primär als Business-Cases und gehen sie erst an, wenn klar ist: Das rechnet sich. Innovationen haben aber stets etwas Schöpferisches. Neues soll geschaffen werden. Deshalb lässt sich das, was aus dem (Such-)Prozess herauskommt, nur bedingt vorher sagen.

Innovationshemmnis: der bisherige Erfolg

Vielen Managern fällt es schwer, sich zu entscheiden, wenn sie keine Rechengrundlage haben. Das stellt auch Prof. Dr. Karl Müller-Siebers, Präsident der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) Hannover, immer wieder fest. „Deshalb erliegen gerade Manager von Unternehmen, deren Business-Modell bisher sehr erfolgreich war, leicht der Versuchung, dieses einfach fortzuschreiben – so als sei dieses ewig tragfähig.“

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