Additive Fertigung

Wenn Metalle schmelzen wie Schnee in der Sonne

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Die Investition in das 3D-Drucken ist Ausdruck einer strategischen, langfristigen Partnerschaft zwischen der Blok Group, Landré sowie Concept Laser. Die Blok Group ist dabei der fertigungstechnische Dienstleister als Druckzentrum, Landré als Vertriebspartner vor Ort und Concept Laser der Anlagenanbieter. Dazu Oliver Edelmann, Leiter Vertrieb und Marketing bei Concept Laser: „Wir sind sehr froh mit der Blok Group einen strategisch wichtigen Partner in den Niederlanden gewonnen zu haben. Eine solche Partnerschaft bietet dem Verarbeiter die Möglichkeit, Werkstoff-Know how und neue konstruktive Ansätze für 3D-Geometrien mit optimalen Anlagenparametern zu verbinden. So können Anforderungen der Anwendung ideal mit den Optionen der Anlagen- und Verfahrenstechnik verknüpft werden.“

3D-Druck beschleunigt Reifenherstellung

Ebenfalls auf den 3D-Druck setzt man in der Automobilindustrie – sei es im Prototyping, im Formenbau oder in der Kleinserie. So präsentierte SLM Solutions, Spezialist von Anlagen für das selektive Laserschmelzen, auf der Tire Technology Expo 2015 in Köln die Einsatzmöglichkeiten der SLM-Anlagentechnologie im Reifenfertigungssektor. So lassen sich mit den Anlagen des Lübecker Unternehmens – etwa mit der Universalanlage SLM 280 HL – schnell und effizient Segmente für die Reifenformen herstellen und dadurch die Produktionsprozesse in der Reifenherstellung spürbar beschleunigen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Rasch zum Protoypen oder Vorserienbauteil: Das verspricht die Wieland-Gruppe mit ihrem Metallpulver-Spritzguss (Metal Injection Moulding), der viele Designfreiheiten bietet. Jetzt hat das Ulmer Unternehmen einen Fertigungsprozess etabliert, der eine schnellere und kostengünstigere Herstellung von Musterbauteilen und Vorserienmodellen ermöglicht. „Hierfür nutzen wir den 3D-Druck, um ein kostengünstiges Spritzgusswerkzeug aus Kunststoff herzustellen“, erläutert Dr.-Ing. Uwe Hofmann, Leiter Neue Produktlinien. „Mit diesem Werkzeug fertigen wir im Metallpulver-Spritzguss Bauteile, die den Kunden als Design- oder Funktionsprototypen dienen.“

Kostengünstige Fertigung von Vorserienteilen

Hauptvorzüge dieses neuartigen Verfahrens, das Wieland zusammen mit dem 3D-Drucker-Hersteller Stratasys realisiert, sind enorme Zeit- und Kostenersparnisse. „Während die konventionelle Herstellung eines Serienwerkzeugs aus Stahl mehrere Wochen in Anspruch nimmt und oft einen fünfstelligen Betrag kostet, stellen wir das Werkzeug meist innerhalb von wenigen Tagen zu einem Bruchteil der Kosten her“, so Hofmann. Das Ergebnis ist ein Prototyp von hoher Qualität, der sich für umfangreiche Funktions- und Belastungstests einsetzen lässt.

(ID:43533612)