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Additive Fertigung

Wenn Metalle schmelzen wie Schnee in der Sonne

| Redakteur: Jürgen Schreier

Geschäftsabschluss zwischen Jan Floor van Egmond, Direktor von Landré und Erik Blok, CEO der Blok Group (v.l.n.r.) im Showroom von Landré.
Geschäftsabschluss zwischen Jan Floor van Egmond, Direktor von Landré und Erik Blok, CEO der Blok Group (v.l.n.r.) im Showroom von Landré. (Bild: Concept Laser)

Bei der Produktion von Teilen mit komplexer Geometrie können additive Verfahren ihre Vorteile ausspielen. Luftfahrtzulieferer Blok setzt dabei auf Laser-Cusing, die Wieland-Gruppe produziert Vorserienteile und Prototypen via Metallpulver-Spritzguss.

Trendsetter will sie sein, wenn es um die Entwicklung und Produktion von hochwertigen Bauteilen und Lösungen für anspruchsvolle Branchen geht: die niederländische Blok Group. „In den frühen 1990er-Jahren waren wir die Ersten hierzulande, die in die modernsten Dreh- und Fräsmaschinen investierten“, erinnert sich Firmenchef Erik Blok. Heute setzt Hollands Pionier in Sachen Hightech-Zerspanung erneut auf eine innovative Technologie: die additive Fertigung mit Metall. Von den Auftraggebern werde das gefordert, so Firmenchef Blok, insbesondere von der Luftfahrtindustrie.

Anlagen für verschiedene Geometrien

Deshalb geht nichts ohne ein ausgefeiltes Qualitätsmanagement. Alle Prozesse der Blok Group entsprechen den AS-9100-C-Aviation-Standards der International Aerospace Quality Group (IAQG). Auch die neuen 3D-Anlagen von Concept Laser werden die adäquaten Tools für QS und Dokumentation bieten, die während der Entstehung des Bauteils die validen Daten gleich mitliefern.

Entschieden hat man sich bei Blok für die neue X Line 2000R. Sie wird zugleich die erste Anlage dieser Größenordnung in den Niederlanden sein. Mit einer Bauraumgröße von 800 mm × 400 mm × 500 mm bietet die Maschine den derzeit weltweit größten Bauraum für das Laserschmelzen von Metallen. Herzstück ist das Dual-Laser-System, das mit zwei Lasern mit je 1000 W Leistung arbeitet.

Außerdem arbeitet die X line 2000R mit einer neuen Siebstation: Anstelle des Taumelsiebes kommt ein leises Vibrationssieb zum Einsatz. Das Konzept ist sehr kompakt, denn der Überkornbehälter ist kleiner und in der Siebstation integriert. Das neue Siebmodul reduziert den Footprint der Anlage – sie ist optisch komplett verkleidet, was ein sauberes und aufgeräumtes Umfeld bietet. Die Dosiereinheit wurde auch überarbeitet. Nun erfolgt eine komplette Dosierkammerbefüllung vollautomatisch innerhalb eines Zyklus.

M2 Cusing von Concept Laser rundet Spektrum im mittleren Maschinensegment ab

Zusätzlich zur X Line 2000R hat die Blok Group noch eine M2 Cusing geordert. Diese erscheint im Vergleich zum Vorgängermodel in einem optisch neuen Gewand. Laserquelle und Filtertechnik wurden in die Anlage integriert. Auch wurde die Filterfläche, des nun standardmäßig wasserflutbaren Filters, verfünffacht. Auf dieser Anlage entstehen zukünftig mittelgroße 3D-Geometrien, um Blok als umfassenden Dienstleister für das Laserschmelzen von Metallen in den Niederlanden zu positionieren. Die Installation der neuen Kapazität beginnt im August 2015 mit der M2 cusing, der die X line 2000R dann im 1. Quartal 2016 folgen wird.

Ergänzendes zum Thema
 
Additive Fertigung mit digitaler Prozesskette
Die niederländische Blok Group, ein technisch hoch spezialisierter Fertigungspartner, investiert in zwei neue Laserschmelzanlagen von Concept Laser. Dabei handelt es sich um eine X-Line-2000R-Anlage, die den derzeit größten Bauraum mit neuester Multilasertechnologie für reaktive Materialien kombiniert. Eine neue M2 Cusing ergänzt das Fertigungsspektrum im mittleren Segment. Zu seiner Entscheidung befragten wir CEO Erik Blok.
 
Mittelständische Fertiger erkennen Potenzial des 3D-Drucks
Auch mittelständische Fertiger stoßen zunehmen in die Welt des 3D-Drucks vor. So wurden die Kosten- und Effizienzvorteile von 3D-Druck inzwischen klar identifiziert. Außerdem ebnet der 3D-Druck den Weg für Losgröße 1.

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