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Für die Auswertung der Messdaten ist die hauseigene Bildverarbeitungsbibliothek in Tivis integriert. Zusätzlich stehen noch die Bildverarbeitungs-Tools der mächtigen Bibliothek Halcon von MV-Tech, München, zur Verfügung.
Mit der beschriebenen Hard- und Software-Basis wurden unterschiedliche Kombinationen zu Kundenlösungen zusammengestellt. Gar zu spezielle Anfragen, die mit standardmäßigen Werkzeugvoreinstellgeräten nicht zu lösen sind, werden gerne an EHR weitervermittelt. Eine Besonderheit der EHR-Lösungen ist die Messung von innenliegenden Eigenschaften, wie z. B. Innenverzahnungen oder großen Fräswerkzeugen für Kurbelwellen.
Zahnräder mit Laserscanner „digital ausgekugeln“
Besonders Kurbelwellenfräser sind ein anschauliches Beispiel für die µm-genaue Vermessung sehr großer Objekte. Dabei müssen dutzende kleiner Wendeschneidplatten positionsvermessen und unter Umständen nachgerichtet werden. Dazu wurde ein stabiler Arm an die Z-Achse eines Werkzeugvoreinstellgeräts so montiert, dass der Sensor, in diesem Fall ein Laser-Scanner von Micro-Epsilon, Ortenburg, zentral im Werkzeug positioniert ist und von dort aus die einzelnen Wendeschneidplatten exakt angefahren werden können.
Verzahnungen von Zahnrädern werden häufig taktil durch „Auskugeln“ vermessen (Rollenmaß), indem die Eindringtiefe einer Kugel zwischen die Zahnflanken gemessen wird. Dieses Verfahren ist aufwendig, weil langwierig. Mit den Algorithmen von EHR werden die Zahnräder „digital ausgekugelt“: Ein Laser-Scanner erfasst deren 3D-Kontur, in die dann Kugeln desselben Radius hineingerechnet werden. Auf diese Weise sind beide Messmethoden genau vergleichbar. Nun aber mit dem großen Vorteil, diese Messmethode automatisieren und frei von menschlichen Fehlern durchführen zu können.
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