Bildverarbeitung

Werkstücke mit optischen Sensoren und BV-Systemen exakt vermessen

Seite: 5/5

Anbieter zum Thema

Mit denselben Messdaten können meist auch weitere Messwerte ermittelt werden, beispielsweise Parallelitäten und Planläufe von Flächen, Höhen, Winkel, Durchmesser, Rundheiten und sonstige bauteilbedingte Besonderheiten. Damit ist eine schnelle und umfassende Qualitätssicherung gewährleistet.

Schlecht zugängliche Innenbereiche, die mit Standard-Triangulationssensoren nicht erreichbar sind, werden mit Spiegelkonstruktionen (oder Prismen) und getrennten Kamera-Laser-Komponenten erfasst. Dabei werden dann alle wesentlichen Parameter applikationsspezifisch angepasst, wie Arbeitsabstand und Bildbereich der Kamera oder Triangulationswinkel. Nachteilig bei Spiegelkonstruktionen im Produktionsprozeß ist, dass sie meist eintauchen müssen. Dies ist aber kein Problem, wenn es bei der Konstruktion einer Gesamtanlage rechtzeitig berücksichtigt wurde.

3D-Bildverarbeitung etabliert sich

Die Bildverarbeitung (BV) wird sich wie gehabt weiter entwickeln: rasant bei der Hardware und nichts (wesentlich) Neues in der Algorithmik. Hardware-Komponenten wie Kameras, PC und optische Sensoren werden weiterhin schneller, kleiner und leistungsfähiger. Auch neue Techniken sind zu erwarten, beispielsweise Tera-Hertz-Imaging, das durch die Diskussion um die „Nacktscanner“ so langsam auch von einem breiteren Publikum wahrgenommen wird.

Hinsichtlich der Software werden hauptsächlich alte, bekannte Algorithmen eingesetzt. Dort hat sich in den letzten zehn Jahren nicht viel getan und ob in nächster Zeit viel zu erwarten ist, scheint zweifelhaft. Am ehesten ist Neues aus dem Bereich der „lernenden Bildverarbeitung“ zu erwarten, bei der über neuroinformatische und statistische Ansätze neue Algorithmen entwickelt werden müssen. Ansonsten sind die bekannten Algorithmen schon recht leistungsfähig, aber teilweise auch sehr rechenintensiv.

In Verbindung von leistungsfähiger werdender Hardware mit rechenintensiven Algorithmen können neue Anwendungen erwartet werden. Applikations-Softwerker werden noch über lange Zeit viel zu tun haben und interessante Lösungen entwickeln. In der letzten Zeit hat sich die 3D-Bildverarbeitung etabliert. Diese Entwicklung ist ganz sicher noch nicht abgeschlossen. Neue Entwicklungen sind in der zeitabhängigen Bildverarbeitung oder Bildfolgeanalyse zu erwarten. Daraus lassen sich nicht nur mehr, sondern auch neue Informationen aus dynamischen Prozessen ziehen.

(ID:338597)