Spannsysteme

Werkstückspezifische Spannmittel minimieren Rüstzeiten

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Die Planspannpratze am Richtauge der Schwenkwiege ist prismatisch ausgeführt und bewirkt damit beim Spannvorgang das Ausrichten nach der Augenaußenkontur. Zur Abstützung gegen die Querfräskräfte beim Überfräsen der Planfläche werden je zwei hydraulische Abstützer an beiden Außenflächen angestellt. Bearbeitet werden die große Planfläche und die Planinnenseite am Auge. Hydraulisch werden eine Zu- und Ableitung, Druckzuschaltventile und Druckspeicher benötigt.

Doppelspannvorrichtungen zum Bearbeiten in der zweiten Aufspannung

Die Bearbeitung in der zweiten Aufspannung, das Zirkularfräsen und das Bearbeiten des Auges, erfolgt in den Doppelspannvorrichtungen 434620 oder 434621. Die Werkstücke werden dazu manuell in ihrem Nest auf den starren Zentrierbolzen mit Zentrierfase aufgefädelt und mit einem Schwertbolzen gerichtet.

Die Planspannung von zwei Schwenkwiegen erfolgt mit drei Planspannkippseln, je einem einfachen äußeren und einem doppelinneren. Zur Abstützung gegen die Fräs- und Bohrkräfte werden je Nest Abstützungen gegen die bearbeitete Innenplanfläche und gegen die das Auge umschließende Außenkontur schwimmend angestellt und mit hydraulischem Hochdruck geklemmt. Zur hydraulischen Ansteuerung werden Zu- und Ableitung, Druckzuschaltventil und Druckübersetzer eingesetzt.

Bildergalerie

Hinterachsgehäuse für Lkw so zu spannen, dass deren Enden, Befestigungsstellen, Anschlag- und Anlenkpartien stationär bearbeitet werden können, bedarf einer mehrstufig arbeitenden Spannvorrichtung (Bilder 2 und 3 – siehe Bildergalerie). Die etwa 1600 mm langen Gehäuse werden manuell oder automatisiert mit dem offenen Differenzialgetriebetopf nach unten so in die Vorrichtung eingebracht, dass deren zwei Zentrierspannbacken bereits in den Topf hineinragen, und dann an den starren Prismenauflagen an beiden Endseiten abgelegt.

Spannmittel lässt zunächst noch Längsachsbestimmung und Drehlageorientierung zu

Ein leichtes Spannen, das noch eine Längsachsbestimmung und Drehlageorientierung zulässt, erfolgt zunächst durch das Anstellen der mit hydraulischem Niederdruck angesteuerten Kipphebelelemente gegenüber den Auflageprismen. In dieser Situation besorgt ein planseitig gegen den Flansch des offenen Differentialgetriebetopfes anfahrendes Richtlineal die Drehlagebestimmung nach der Topfplanseite.

Anschließend werden die beiden Zentrierspannbalken aktiviert. Sie bestimmen dabei nach der Topfinnenkontur die Längsausrichtung des gesamten Teiles, die Prismenspannung wird auf Arbeitsdruck hochgefahren.

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