Handwerkzeuge

Werkzeug-Produktion in Billiglohnländern gefährdet Leib und Leben der Arbeiter

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Hohen Standards in Sachen Fürsorge und Sicherheit ist die europäische, allen voran die deutsche Werkzeugindustrie, bereits seit Jahrzehnten verpflichtet. „Das Engagement der Mitarbeiter ist die Basis unseres Erfolges. An sie glauben wir und unterstützen sie“, erläutert Volker Einbeck, Geschäftsführer bei Gedore in Remscheid, einem der bedeutendsten deutschen Handwerkzeughersteller.

Und Mark Liebholdt, Prokurist der Witte Werkzeuge GmbH in Hagen, unterstreicht: „Wegen unserer Mitarbeiterorientierung haben wir beste Werte im Bereich Arbeitsschutz – seit über drei Jahren gab es im Unternehmen keinen meldepflichtigen Arbeitsunfall mehr.“ Und wie sieht der Vergleich aus?

Weltweit rund 5500 Tote am Tag mangels Arbeitsschutz

Wegen mangelhaften Arbeitsschutzes kommen weltweit rund 5500 Menschen täglich am Arbeitsplatz ums Leben oder sterben an einer berufsbedingten Krankheit. Zudem geht die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) von einer 1 Mio. Arbeitsunfällen je Werktag aus. Der Verlust des Augenlichts, Quetschungen oder Abscherungen von Gliedmaßen, Knochenbrüche, Schädelverletzungen und Tod in Folge elektrischer Stromschläge, das sind einige der Beispiele für Unfallfolgen an Arbeitsplätzen in Billiglohnländern.

Tragen von Arbeitskleidung in Billiglohnländern unüblich

„Die gesamte elektrische Ausrüstung erscheint für hohe Feuchtigkeits- und Spritzwasserbelastung in den Bereichen beim Nassschleifen nicht ausgelegt zu sein. Die Schleifer benutzen ganz überwiegend keine persönliche Schutzausrüstung, wie Schutzbrille, Handschuhe und entsprechende Arbeitskleidung, etwa Schürzen gegen die üblichen Gefährdungen beim Schleifen. Generell scheint das Tragen von Arbeitskleidung nicht üblich zu sein“, so ein Experte vom Fachausschuss für Metall- und Oberflächenbehandlung einer Berufsgenossenschaft. Auch ihm waren Fotos von chinesischen Werkzeug-Produktionsstätten vom FWI vorgelegt worden.

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