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Werkzeugmaschinen-Konstruktion rechnet Energieverbrauch mit ein

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Maschine passt sich dem Produktionstempo an

Bei der neuesten Maschinengeneration wird eine automatische Taktanpassung in das System integriert. Das heißt, dass die Dynamik der Positionierfahrten, wenn nötig, abgesenkt oder gesteigert werden kann. Diese individuelle Konfiguration auf das jeweilige Produktionstempo ermöglicht weitere Einsparungen.

Zusätzlich zur Maschine selbst stand auch der Bearbeitungsvorgang im Fokus der Betrachtungen. Nicht erst seit gestern geht der Trend hin zur Trockenbearbeitung, denn Kühlmittel kosten Geld. Alle Bearbeitungszentren der Specht-Plattform sind vor diesem Hintergrund von vorneherein für die Trockenbearbeitung mit und ohne Minimalmengenschmierung ausgelegt. Doch auch bei einer konventionellen Nassbearbeitung verbraucht die neue Generation des Fertigungszentrums weniger Ressourcen als bislang üblich. Durch die geschickte Aufteilung des Innenraums gelang es, das Volumen zum Herausspülen der Späne von aktuell 450 auf rund 200 l zu reduzieren. Mit einer Späneschnecke reduziert sich der Wert nochmals auf 120 l.

Zwei weitere Bereiche für die Verbesserung der Energiebilanz waren Konstruktion und Fertigung. Zum Einsatz kommen standardisierte Bauteile, die auch in anderen Reihen verwendet werden können. Vorteil dieses Ansatzes: Die Serienproduktion spart Energie, weil die Werkzeugmaschinen während der ganzen Fertigungsdauer ohne Unterbrechung durchlaufen können. Das bedeutet, dass weniger Umrüstungen und damit verbunden weniger Stillstandszeiten notwendig sind.

Zukünftige Entwicklungen werden die hochfesten CFK (kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe) und GFK (glasfaserverstärkte Kunststoffe) als Material für Bauteile von Werkzeugmaschinen berücksichtigen. Der Einsatz der faserverstärkten Kunststoffe kann Maschinen und ihre Komponenten leichter machen. Eine Folge davon ist, dass Motoren künftig geringere Massen bewegen müssen und dadurch in ihrer Leistung kleiner ausgeführt werden können. Dadurch kann beträchtlich Energie eingespart werden.

Dr. Manfred Berger ist Executive Vice President Sales & Marketing bei MAG Powertrain in Eislingen.

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