Standort Mexiko

Werkzeugmaschinenbauer finden in Mexiko ein neues Eldorado

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Bereits im vergangenen Jahr tätigten Daimler und Renault-Nissan den ersten Spatenstich für das Werk eines Gemeinschaftsunternehmens in Aguascalientes. Ab dem kommenden Jahr sollen dort Modelle der Nissan-Marke Infiniti vom Band laufen, ein Jahr später von Mercedes-Benz. Dafür hat das Gemeinschaftsunternehmen namens Compas 1 Mrd. US-Dollar investiert, wie Renault-Nissan berichtet. Die Kapazität soll zum Produktionsstart bei 230.000 Fahrzeugen pro Jahr liegen, unmittelbar im Werk sollen bis zum Jahr 2020 insgesamt 3600 Arbeitsplätze entstehen. Weitere 12.000 neue Jobs erwarten die Autohersteller bei den Zulieferern.

Kia Motors hat 3 Mrd. US-Dollar in Mexiko investiert

Ebenfalls Ende vergangenen Jahres hat der koreanische Hersteller Kia Motors sein erstes Werk in Lateinamerika am Standort Pesquería im mexikanischen Bundesstaat Nuevo León eröffnet. Für eine Investitionssumme von 3 Mrd. US-Dollar entstand die Fabrik in nur 13 Monaten, wie das Unternehmen mitteilt. Die Kapazität des Werks von 300.000 Einheiten pro Jahr entspreche etwa 10 % der weltweiten Produktion des Unternehmens.

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Weitere Automobilfabriken haben unter anderem auch Ford und Toyota im Bau. Der US-Hersteller wendet für sein neues Werk im Bundesstaat San Luis Potosí nach eigenen Angaben 1,6 Mrd. Dollar auf und will 2018 mit der Produktion beginnen. Der japanische Hersteller nannte für den Bau seiner Fabrik in Guanajuato keine Investitionssumme, kündigte aber bereits an, die Produktion des Corolla aus dem kanadischen Cambridge (Ontario) ab 2019 dorthin zu verlagern.

Bei den Zulieferern ragt der französische Reifenhersteller Michelin mit seinen Plänen heraus. Anlässlich der Ankündigung im Juli 2016 zum Bau einer Fabrik für 450 Mio. Euro in León, Bundesstaat Guanajuato, teilte das Unternehmen mit, in Mexiko besonders hochwertige Reifen produzieren zu wollen.

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