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Welche Erfahrungen und Folgerungen zieht das VW-Werk in Baunatal aus den Ergenissen des Forschungsprojekts? „Die Untersuchungen im Rahmen des Projektes und unsere täglichen Erfahrungen zeigen, dass bestehende Anlagen nur mit großem Aufwand energetisch optimiert werden können“, meint Dirk Sauermann, Leiter des Energieteams.
VW setzt bei neuen Maschinen stärker auf Energieeffizienz
„Zielführend ist hier die Zusammenarbeit mit den Maschinen- und Komponentenherstellern. Neben der energetischen Optimierung im Maschinenbestand legen wir seit 2011 einen weiteren Schwerpunkt auf die systematische Berücksichtigung der Energieeffizienz bei Neuanlagenbeschaffungen.“
Doch wie gehen Werkzeugmaschinen-Anwender vor, die nicht über die Möglichkeiten eines Konzerns verfügen? „Wir haben dazu für kleine und mittlere Unternehmen eine Standardvorgehensweise zum Erfassen der Daten entwickelt, wenn sie beispielsweise nur über Maschinen und Anlagen mit älteren Steuerungen verfügen“, erläutert Professor Herrmann. „Mein Tipp: Sie sollten einfache, robuste Messtechnik mit einem einfachen, standardisierten Auswerteprogramm nutzen.“
Maschinenanwender und -hersteller sollten sich mehr über Energieeffizienz austauschen
Er hofft außerdem auf mehr Transparenz bei den Maschinenherstellern. „Mir gefällt hier die Idee vom Energiepass sehr gut, der angibt, wie viel Energie eine Maschine in einer spezifischen Anwendung verbraucht und wie viel sie dabei leistet“, meint der Wissenschaftler. Sehr wichtig ist für ihn, dass sich die Anwender untereinander und mit den Herstellern auch auf diesem Gebiet austauschen. „Hier bietet sich die Metav an, weil da der Ideenaustausch und das Netzwerken besonders gut funktionieren.“
Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW) auf der Metav 2012: Halle 13, Stand A0001 und Halle 16, Stand F37.
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