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Für die Serie hatte man eine chinesische Presse im Auge
Im Zusammenhang mit der Beschaffung einer neuen Serienpresse dachte man bei Behr aber eher an eine preisgünstige konventionelle Anlage aus China. Baiker‘s Präsentation gefiel Holzhauser dann offensichtlich so gut und überzeugte ihn, dass er sich bei seiner Geschäftsleitung für die Synchropress einsetzte und die Investitionsentscheidung zu Gunsten der deutschen Anlage ausfiel. „Es war der Gedanke, mit einer Klatsche gleich zwei Fliegen zu erschlagen“, lässt Holzhauser wissen, „denn mit der Synchropress hätten wir eine Anlage, mit der wir unsere Werkzeuge wirklich sehr gut einstellen und andererseits auch Engpässe in der laufenden Produktion abfangen können.“
Kein Geheimnis macht Holzhauser daraus, dass er parallel auch andere Pressenhersteller angefragt hat. Doch die Synchropress mit ihren Möglichkeiten fand bei Behr allseits großen Anklang und so wurde für die rund 500000 Euro-Gesamtinvestition inklusive Peripherie grünes Licht gegeben. Jetzt ist die Synchropress bei Behr Thermot-tronik seit rund einem Jahr in Betrieb und fertigt im Zwei-Schicht-Betrieb rund 800000 bis 1 Mio. Teile pro Monat.
Synchropress mit waagerechtem Palettenabwickler und intelligentem Fördersystem ausgerüstet
Die Entscheidung fiel damals auf eine Standard-Synchropress mit 1000 kN Presskraft und einer Werkzeugeinbaulänge von 1250 mm. Dieser Maschinentyp ist insbesondere durch seine vier Spezialrollengewindetriebe gekennzeichnet. Damit und mit Hilfe einer elektronischen Steuerung wird eine absolut parallele Bewegung zwischen Pressenstößel und Pressentisch garantiert. Die vier Spindeln werden jeweils durch einen eigenen Torque-Motor angetrieben.
Die Behr-Thermot-tronik-Synchropress ist mit einem waagerechten Palettenabwickler und einem intelligenten Fördersystem für die fertigen Stanzteile sowie deren Butzen und Restgitter ausgestattet. Die Experten von M. E. Bruderer und Behr Thermot-tronik sprechen dabei von einem dreifach System, weil die Entsorgung auf drei unterschiedlichen Ebenen abläuft und die Teile oder das Restmaterial in jeweils eigene Behälter transportiert werden. M. E. Bruderer hat die komplette Linie aus einer Hand geliefert. „Kritische Teile“, so der Leiter des Stanzcenters Holzhauser, „machen wir jetzt nur noch auf der Synchropress. Dort kann ich auf Grund des speziellen Antriebskonzeptes mit der Geschwindigkeit spielen, kann schneller oder langsamer fahren und kann die Stanzkurve, abweichend von der klassischen Sinus-Kurve, genau anpassen. Und ich weiß, dass ich damit 100% gute Teile herausbekomme.“
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