Schleifen Werkzeugschleifen wird produktiver

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Nur Werkzeugschleifbetriebe mit leistungsfähigen Maschinen werden auf Dauer wettbewerbsfähig bleiben. Weil die Anforderungen an Präzisionswerkzeuge steigen, sind leistungsfähige Werkzeugschleifmaschinen mit komfortabler Schleifsoftware fürs effiziente Nachschärfen unverzichtbar.

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Die Werkzeugschleifer werden von der Wirtschaftskrise arg gebeutelt. Im zurückliegenden Jahr mussten die Unternehmen drastische Umsatzeinbußen hinnehmen. „Für das Jahr 2009 gibt es zwar noch keine genauen Zahlen, wir gehen aber von einem Umsatz von gut 500 Mio. Euro aus”, prognostiziert Prof. Dr.-Ing. Wilfried Saxler, Geschäftsführer des Fachverbandes Deutscher Präzisions-Werkzeugschleifer (FDPW) in Brühl. Gemessen am Branchenumsatz im Jahr 2008 von rund 1 Mrd. Euro kommt das einem Aderlass gleich.

Tiefpunkt beim Werkzeugschleifen noch nicht vorbei

Die Werkzeugschleifer haben das konjunkturelle Tal noch keineswegs durchschritten. „Wir befürchten noch die eine oder andere Insolvenz als Nachwirkung der Finanzkrise, die mehr schlecht als recht durch Kurzarbeit überstanden wurde, die nun allerdings ausläuft“, so der Verbandsmanager. Grundsätzlich werde die Branche aber eher anspringen als andere, weil in schlechten Zeiten ein Werkzeug häufiger nachgeschärft wird als in guten.

Die Branche der Werkzeugschleifer wird von Kleinstbetrieben dominiert. Mehr als zwei Drittel der Betriebe beschäftigen bis zu fünf Mitarbeiter, 20% beschäftigen zwischen 6 und 20 Mitarbeiter und der Rest beschäftigt mehr als 20 Mitarbeiter.

Herstellen von Sonderwerkzeugen für Werkzeugschleifer ein gutes Nischengeschäft

„Werkzeugschleifer, die auch Sonderwerkzeuge herstellen, sind weniger stark vom Umsatzeinbruch betroffen, weil sie in unterschiedlichen Branchen benötigt werden“, betont Saxler. Es sei zwar ein Nischengeschäft, aber ein gutes.

„Allerdings haben wir nur einen geringen Anteil an Betrieben, die Sonderwerkzeuge herstellen können“, bedauert Saxler. Noch nicht einmal ein Fünftel der Werkzeugschleifer, so Schätzungen des Verbandes, sind in der Lage, Sonderwerkzeuge herzustellen. „Viele Werkzeugschleifer scheuen die Kosten sowie den Planungs- und Entwicklungsaufwand“, so Saxler.

Mehr Effizienz beim Werkzeugschleifen gefordert

Um für den Aufschwung gerüstet zu sein, gilt es, die Effizienz beim Werkzeugschleifen und -nachschärfen zu steigern. Welche Anforderungen stellen potenzielle Käufer an Werkzeugschleifmaschinen? „Die Anwender benötigen zunehmend angepasste Maschinen für die spezifischen Aufgabenstellungen, dies bedeutet, dass die Maschinenhersteller dem Kunden Baureihen mit klar abgegrenzten Funktionsumfängen anzubieten haben, so dass für die jeweilige Anwendung ein optimiertes Preis-Leistungs-Verhältnis erzielt werden kann“, erläutert Dr. Stefan Brand, Geschäftsführer der Vollmer Werke Maschinenfabrik GmbH in Biberach. Darüber hinaus nehmen grundsätzlich die Genauigkeitsanforderungen an die Maschinen zu.

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