VDMA Wie der deutsche Maschinenbau erfolgreich bleibt
Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer wollen sich den Herausforderungen der Internationalisierung auch künftig vornehmlich von ihrem heimischen Standort aus stellen. Nur jeder fünfte Unternehmer plant, Produktionsstätten im Ausland zu eröffnen. Stattdessen setzen die Unternehmen überwiegend auf eine stärkere Fertigungsautomatisierung, Prozessinnovationen und integrierte Lösungen, um auch vom Standort Deutschland aus wettbewerbsfähig zu bleiben.
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Dies belegt die Studie „Zukunftsperspektive deutscher Maschinenbau“, die der VDMA und Mc-Kinsey gemeinsam erstellt habe. „Die deutsche Maschinenbau-Industrie hat ihren Wettbewerbsvorteil durch konsequenten Ausbau der in ihrer eigenen Verantwortung stehenden Standortbedingungen erarbeitet, trotz der bestehenden Standortnachteile wie Lohnkosten, Steuern und Regelungsdichte“, sagte VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge bei der Vorstellung der Studie am Montag in Frankfurt.
Premiumpositionierung ist kein Erfolgsgarant
Der Analyse zufolge sehen sich sehr viele Unternehmen als „Innovationsführer“ oder „frühe Innovationsfolger“, sechs von zehn siedeln ihr Angebot im Premiumsegment an. Eine Premiumpositionierung allein sei jedoch kein Erfolgsgarant, so Festge. ‚Made in Germany‘ erlaube dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau zwar noch immer einen höheren Preis zu fordern. Der Vorteil nehme jedoch in dem Maße ab, wie internationale Wettbewerber mit geringeren Kosten ihre Qualität weiter steigern. „Maschinen- und Anlagenbauer in Deutschland stehen vor der anspruchsvollen Aufgabe, Wachstum und Profitabilität langfristig zu sichern – bei deutlich veränderten Wettbewerbsbedingungen“, sagte Dr. Christian Malorny, Leiter des europäischen Maschinenbaubereichs von McKinsey & Company.
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