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Sanktionen gegen Russland Wie die Industrie bestehende Projekte sicher abwickeln kann

Von M.A. Manja Wühr

Die Antwort des Westens auf Russlands Angriff auf die Ukraine sind weitreichende Sanktionen. Einige davon treffen nicht nur Russland, sondern auch die deutsche Industrie hart. Was können deutsche Unternehmen konkret tun, um ihre Geschäfte abzusichern? Wir haben recherchiert.

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(Bild: ©MasterSergeant - stock.adobe.com)

Deutschland ist für Russland ein wichtiger Lieferant. Ob Maschinen, Kfz und Kfz-Teile oder auch Arzneimittel – Deutschland rangierte 2020 unter den Top 3 der Liefernationen. Ein Bericht der Germany Trade and Invest (GTAI) bescheinigt Russland aufgrund seines Modernisierungsbedarfs der Industrie bei gleichzeitig guter Finanzausstattung russischer Konzerne viel Geschäftspotenzial. Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022 wurden diese Einschätzungen obsolet. Die Sanktionen der EU gegen Russland schränken die Geschäftsmöglichkeiten stark ein.

Die wichtigsten Sanktionen gegen Russland

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Viele deutsche Unternehmen stehen nun vor der Herausforderung bereits laufende Projekte gut und verlustarm unter den erschwerten Bedingungen abzuschließen. Gleichzeitig wird es für sie immer schwieriger die Geschäfte im erlaubten Rahmen fortzuführen. Für den GTAI-Korrespondenten in Moskau Hans-Jürgen Wittmann begrenzen neben den Sanktionen auch die Folgen der Kriegshandlungen den Absatz deutscher Maschinen und Technik: Der schwache Rubel zwingt die Unternehmen, die Preise anzupassen. Das macht deutsche Produkte für russische Kunden sehr teuer, wenn nicht sogar unerschwinglich. Auch in der Logistik kann es seiner Meinung nach zu Problemen kommen – etwa durch Grenzschließungen.