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Hilfreich ist für lernende Mitarbeiter auch ein sauberer Schreibtisch. Nur das, was aktuell gelernt wird, liegt vor einem. Ansonsten ist der Arbeitsplatz leer. Der Ablenkungsgrad wächst mit jedem Foto, Magazin oder Schriftstück, das neben dem Mitarbeiter auf dem Tisch liegt. Denn jeder kennt das: Sobald die Aufgabe vor einem liegt, fallen einem Dinge ein und auf, die unbedingt noch erledigt werden müssen.
Multitasking behindert das Lernen
Vorgesetzte können jedoch erklären, dass Multitasking hier ein Irrtum ist. Lernen und Telefonservice gleichzeitig geht nicht. Nur beim Wiederholen, etwa über ein Hörbuch, ist es möglich, etwas nebenher zu tun: Autofahren zum Beispiel. Für Außendienstler sind Audio-CD daher ein geeignetes Lernmedium.
Wiederum haben Gehirnforscher herausgefunden, dass der menschliche Arbeitsspeicher gering ist. Deshalb kann sich fast niemand ohne spezielles Gedächtnistraining mehr als zehn Begriffe merken. Deswegen sollten Chefs darauf achten, dass Mitarbeiter sich an einem Tag nur mit einem Fach beschäftigen und nicht ständig Thema oder Schwerpunkt wechseln. Wer abends Vokabeln paukt, sollte sich anschließend nicht noch mit volkswirtschaftlichen Marktmodellen beschäftigen.
Regelmäßiges und kurzes Lernen bringt mehr Erfolg
Wenn Mitarbeiter eine gute halbe Stunde pro Tag den Lernstoff wiederholen, reicht das, um einen sichtbaren Lernerfolg zu erzielen. Mit mäßigem, aber regelmäßigem Wiederholen erklimmen sie den Lernberg schrittweise, anstatt kurz vor einer Prüfung nächtelang durchzupauken – meist ohne befriedigendes Ergebnis.
Hintergrund ist die Vergessenskurve nach Ebbinghaus, wonach ohne Wiederholung das erlernte Wissen auf 20 % zusammenschmilzt. Und irgendwann ist es fast komplett vergessen.
Mitarbeiter müssen mit dem Lernstoff arbeiten
Außerdem wichtig: Wer nur Notizen oder im Buch liest, lernt nicht, denn die Aufmerksamkeitsspanne ist gering. Für Chefs bedeutet das, darauf zu achten, dass Mitarbeiter mit dem Stoff arbeiten, Aufgaben oder Projekte dazu erledigen oder Dritten darüber berichten. Dann gräbt sich das Wissen ins Gedächtnis ein. Auf diesem Weg gelingt der Wissenstransfer ins Gehirn und wird dort als „verstanden“ abgelegt. Tipp: Wer nur liest, sollte zumindest laut lesen, damit die Behaltensquote von zehn auf wenigstens 30 % steigt.
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