IKV-Fachtagung Wie wird die FVK-Serienfertigung wirtschaftlich?

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Auf der Fachtagung „Schlüsseltechnologien zur Serienfertigung von Composites“ nahmen über vierzig Fachleute der Branche Composites Innovationen entlang der Prozesskette unter die Lupe. Sie wurden auf Großserientauglichkeit „abgeklopft“.

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Automatisierte Fertigung eines Bauteils aus Faserverbundkunststoffen
Automatisierte Fertigung eines Bauteils aus Faserverbundkunststoffen
(Bild: IKV)

Die Fachtagung fand vor Kurzem am Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen statt. Tagungsleiter war Dipl.-Ing. Kai Fischer, Leiter der IKV-Abteilung faserverstärkte Kunststoffe und Leiter des Bereichs Kunststoffe am Aachener Zentrum für integrativen Leichtbau (AZL), das vom IKV und dem Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen in Anfang dieses Jahres gegründet wurde. Die Verarbeitung duroplastischer und thermoplastischer Matrixwerkstoffe bildeten auf der zweitätigen Veranstaltung die Themenschwerpunkte.

Technikum mit Großanlagen als Schnittstelle zur Industrie

Dr. Michael Emonts vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie (IPT) stellte in seinem Eröffnungsvortrag das Aachener Zentrum für integrativen Leichtbau (AZL) vor. Er wird die Geschäftsführung des AZL übernehmen. Das AZL erhält eigenes Technikum mit Großanlagen. Es soll als Schnittstelle zwischen den vielfältigen Aktivitäten der RWTH Aachen im Bereich Leichtbau und den Industrieunternehmen dienen. Hier sollen Prozessketten vollständig und durchgängig dargestellt werden können.

Referenten aus Industrie und Wissenschaft griffen in ihren Vorträgen das Thema wirtschaftliche Serienfertigung auf und boten damit Diskussionspotenzial zu der Frage, wie eine solche Serienfertigung zukünftig zu realisieren sei und welche Problemstellungen sich daraus ableiten lassen. Für eine wirtschaftliche Serienfertigung ist neben der Prozesstechnik auch eine optimale Ausnutzung des Werkstoffs notwendig.

Hierzu hat das IKV aktuelle Entwicklungen für eine moderne Festigkeitsanalyse vorgestellt. Ziel der Entwicklungen ist die Optimierung der Bauteilauslegung unter Berücksichtigung des inhomogenen Verhaltens von Faserverbundkunststoffen. Ein Optimierungskriterium war dabei die Rohstoffeinsparung.

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