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Schweißtechnik

WIG-Schweißzeiten im Behälterbau drastisch verkürzt

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Halbierte Schweißzeit bei der Wurzellage

Die Gesamtlänge der Schweißnaht addiere sich in diesem Fall auf 112 m. Das WIG-Heißdrahtschweißen wird dabei lediglich an den langen Geraden eingesetzt. An den Ecken wird konventionell WIG geschweißt, mit manueller Zuführung des Zusatzwerkstoffs, so EWM. Die gesamte Schweißnahtlänge werde damit etwa im Verhältnis 1:1 auf die beiden Verfahren aufgeteilt. Obwohl nur die Hälfte der Schweißnahtlänge mit Heißdraht geschweißt wird, reduziert sich die Schweißzeit im Vergleicht zum WIG-Schweißen mit manueller Zuführung des Zusatzwerkstoffs um bis zu 40 %, sagen die Experten. Und je höher der Anteil, der mit „tigspeed“ und Heißdraht geschweißt wird werde, desto höher würde die Schweißgeschwindigkeit und desto wirtschaftlicher das Verfahren.

Besonders attraktiv ist beim WIG-Schweißen mit „tigspeed“ die Möglichkeit, die Schweißaufgabe weiter zu automatisieren, so Joachim Jung, technischer Geschäftsführer bei AST. Derzeit komme dieser Schritt für AST aber noch nicht infrage, denn der Schweißer selber müsse den Schweißprozess beeinflussen können. Beispielsweise muss er Ungänzen ausgleichen, die durch das Heften der Halbrohre auf die Behälterwand entstehen können, sagt Jung. Eine automatisiere Anlage könne das nicht.

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„Der nächste Schritt wird die Einrichtung einer Stutzenschweißanlage auf der Grundlage von WIG-Heißdraht sein“, plant Jung. Denn Stutzen gebe es an jedem Rührwerksbehälter viele, die angegeschweißt werden müssten. Und auch dabei kann das WIG-Heißdrahtschweißen seine Stärke voll ausspielen, heißt es abschließend.

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