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Daher seien lange, berechenbar konstante Standzeiten der Zerspanungswerkzeuge erforderlich. Dies bestätigt auch Matthias Oettle mit Verweis auf die vergleichsweise großen Bauteile mit entsprechendem Zerspanvolumen. „Es müssen Standzeiten und Standwege erreicht werden, die im Vergleich zum allgemeinen Maschinenbau deutlich höher sind.“
Reduzierung von Haupt- und Nebenzeiten bei der Windkraftanlagen-Fertigung wichtig
Die Reduzierung von Haupt- und Nebenzeiten schlägt laut Kammermeier in der Gesamtkostenkalkulation von Windkraftkomponenten sehr stark zu Buche. Das Vermeiden von Umspannvorgängen des Bauteils spare signifikant Zeit und Kosten beim Einrichten.
„Lange Standzeiten und Prozesssicherheit sind absolut erforderlich, um Schneidenwechsel während einer lange dauernden Bearbeitungsaufgabe zu vermeiden“, so der Kennametal-Experte. „Darüber hinaus sind Werkzeuglösungen gefragt, die geringe Schnittkräfte erzeugen, um möglichst geringe Form- und Lagetoleranzabweichungen sowie maximale Abtragsleistungen mit der zur Verfügung stehenden Maschinenleistung zu realisieren.“
Angebot an Zerspanungswerkzeugen für die Windkraftanlagen-Fertigung erweitert
Es sind also anspruchsvolle Aufgaben, die die Werkzeughersteller erfüllen müssen – und dies tun sie mit ihrem vorhandenen Sortiment oder auch mit neuen Produkten und Lösungen. „Das Werkzeugportfolio für die Windenergie ist wie kaum ein anderes bei Kennametal in den vergangenen Jahren ausgebaut worden“, erklärt der Director Engineered Solutions.
Dabei seien Werkzeugkonzepte wie KSEM Plus, Gewindebohrer für die Windenergie, Brückenwerkzeuge für Feinspindeloperationen, Schweißnahtfräser und Zahnradfräswerkzeuge spezifisch auf die Anforderungen der Windenergie ausgelegt. „Es ist nicht unser Fokus, zufällig nach Abmessung und Werkstoffzuordnung im Portfolio vorhandene Werkzeuge für die Windkraft zu vermarkten.“
Werkzeuge aus der Turbinenbearbeitung für die Windkraftanlagen-Fertigung nur zum Teil geeignet
Sandvik hat Komplettlösungen für die Hauptkomponenten zusammengestellt. „Die eingesetzten Werkzeuge kennt man zum Teil aus artverwandten Bereichen, in denen ebenfalls Großkomponenten bearbeitet werden, zum Beispiel der Turbinenbearbeitung“, konkretisiert Küpper. „Es gibt aber auch speziell für die Windenergie entwickelte Werkzeuge, wie Bohrwerkzeuge, die bei der Bearbeitung der Rotorblätter eingesetzt werden.“ Sandvik Coromant sei aber mehr als ein Zulieferer: „Denn wir entwickeln gemeinsam mit unseren Kunden Bearbeitungsstrategien und bieten Speziallösungen, um nachhaltige Produktivitätssteigerungen zu erzielen.“
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