Oberflächentechnik Wirtschaftliche Bauteilreinigung durch Ausnutzung der Fliehkräfte

Autor / Redakteur: Ralf Ott / Josef-Martin Kraus

Maximale Wirtschaftlichkeit bei ausreichender Bauteilsauberkeit verspricht eine Reinigung mit Flieh- oder Zentrifugalkräften. Dazu werden die Teile in Rotation versetzt. Das Ergebnis ist eine spänefreie, konservierte Oberfläche. Bis zur Weiterbearbeitung sind die Teile vor Korrosion geschützt.

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Seitdem die Bauteilreinigung zunehmend als wichtiger Kostenpunkt in der Wertschöpfungskette wahrgenommen wird, sind viele Fertigungsunternehmen auf der Suche nach einer bedarfsgerechten Reinigungstechnik. Nicht zuletzt deshalb, weil aufgrund der Installation zentraler Reinigungssysteme oftmals unnötige Mehrkosten verursacht werden. Werden Bauteile mit unterschiedlichen Geometrien und Sauberkeitsanforderungen in zentralen Anlagen behandelt, führt das oft dazu, dass sie über das erforderliche Maß hinaus gereinigt werden.

Der Sondermaschinenbauer Ott, Rottweil, hat ein Reinigungskonzept entwickelt, das eine anforderungsgerechte Bauteilreinigung ermöglicht, manuelle Arbeitsgänge einspart und so die Kosten nachhaltig reduziert. Das Ergebnis ist die Reinigungsanlage Zentrifugal Cleaner (Bild 1). Die Reinigung basiert auf der Wirkung von Zentrifugalkräften. Es handelt sich somit um eine Trockenreinigung.

Rotations-Reinigungsanlage direkt in Fertigungslinien integrierbar

Die Anlage kann direkt in Fertigungslinien integriert und an das Bauteilspektrum angepasst werden. Sie besteht aus einer automatisierten Zuführung, mehreren Zentrifugaltellern (Schleudertellern) sowie einer Schleuderkammer. Die Schleuderteller für die Aufnahme der zu reinigenden Bauteile sind auf einem rotierenden Schwenktisch um die Vertikale angeordnet (Bild 2).

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