Anbieter zum Thema
Je nach geforderter Konsistenz werdeb bis zu 30 % Verdickerkomponente verwendet. Über die Art des Schmierstoffverdickers werden Textur, Tropfpunkt, Temperatureinsatzbereich, Stabilität, Lasttragevermögen, Drehzahlverhalten, Ölabgabecharakteristik, rheologisches Verhalten und Beständigkeit gegenüber Medien eingestellt. Klassische Verdickersysteme bestehen aus Metallseifen wie Aluminium, Barium, Calcium, Natrium und Lithium oder Polyharnstoffen. Der Additivgehalt schließlich kann bei klassischen Schmierfetten bis zu 10 % betragen.
Additive verhelfen zu den erwünschten Eigenschaften
Additive verleihen Schmierstoffen besondere Eigenschaften, die sie zur Erfüllung der Schmierungsaufgabe benötigen. Sie müssen einerseits eine gute Verträglichkeit mit dem Verdickersystem besitzen, andererseits muss ihre Wirksamkeit sehr hoch sein, da sie an der Schmierstelle relativ lange verharren. Die unterschiedlichen Additivklassen lassen sich anhand ihrer Wirksamkeit unterteilen in Antioxidantien, Metalldesaktivatoren sowie Zusätze für Korrosionsschutz oder Verschleißschutz.
Eine besondere Gruppe der Schmierstoffzusätze sind Festschmierstoffe. Sie werden bei extremen Betriebsbedingungen, wie zum Beispiel bei hohen Temperaturen, sehr langsamen Bewegungen, extremen Belastungen und Vakuum, eingesetzt. Graphit und Molybdändisulfid sind klassische Vertreter dieser Art.
Komponenten von Schmierstoffen unterliegen Alterungsmechanismen
Die Komponenten von Schmierstoffen unterliegen Alterungsmechanismen, die von Temperatur, Einsatzdauer und mechanischer Belastung abhängen. Grundöle oxidieren durch den Einfluss von Sauerstoff und Temperatur. Davor schützen Antioxidantien, indem sie Radikale, welche die Oxidation auslösen, abfangen. Diese Reaktion führt zu einer kontinuierlichen Verminderung der Additive. Additive verändern sich, je nach ihrem Einsatzspektrum, unterschiedlich.
Verschleißschutz- und Hochdruckadditive (EP/AW) bilden Reaktionsschichten auf metallischen Oberflächen. Die Reaktionsgeschwindigkeit hängt von Temperatur und mechanischer Belastung, aber auch vom Einfluss von Feuchtigkeit und Sauerstoff sowie dem katalytischen Einfluss von Metallen ab. Zur Beurteilung von EP/AW-Additiven können die sich ändernden Gehalte von Schwefel und Phosphor herangezogen werden.
Die Verwendbarkeit eines Schmierstoffs wird stark durch Kontaminationen beeinflusst. Die wichtigsten Faktoren sind Abriebpartikel aus den Reibstellen und von außen eingetragene Fremdstoffe. Ihre Auswirkung hängt von Menge und Größe der Partikel ab. Zur Beurteilung der Alterung eines Schmierstoffes müssen alle vorhandenen Komponenten und deren spezifische Veränderungen berücksichtigt werden.
(ID:42695776)