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Klüber Lubrication

Wissen, wann der Schmierstoff ausgetauscht werden muss

| Autor / Redakteur: Marius Kuhn / Stefanie Michel

Bild 1: Warum altern Schmierstoffe? Dieser Frage ging eine Grundlagenuntersuchung nach.
Bildergalerie: 4 Bilder
Bild 1: Warum altern Schmierstoffe? Dieser Frage ging eine Grundlagenuntersuchung nach. (Bild: Klüber Lubrication)

Wann und wie altert ein Schmierstoff? Um verlässliche Prognosen über dessen Gebrauchsdauer zu treffen, müssen Informationen zum Alterungsmechanismus vorliegen. Eine Grundlagenuntersuchung im FE9-Prüfgerät, bei der ein Schmierstoff beansprucht und gealtert wurde, zeigte: die Antioxidanten sind der Schlüssel.

Die Ergebnisse mechanisch-dynamischer Prüfungen von verschiedenen Schmierstoffen setzen sich aus Werten zu Verschleiß, Reibmoment, Laufzeit oder maximaler Last zusammen. Um die Prüfzeiten kurz zu halten und möglichst schnell die Schmierstoffgebrauchsgrenze zu erreichen, werden Prüfbedingungen oftmals härter gewählt als es die tatsächlichen Praxisbedingungen eigentlich sind.

Bei Maschinenelementprüfungen werden die Ursachen der Schmierstoffalterung üblicherweise außer Acht gelassen. So sind Schmierstoffzustände nach Lagerermüdungstests nicht mehr ausreichend analysierbar, da der Schmierstoff zur Verkürzung der Laufzeit beispielsweise bei sehr hohen Temperaturen betrieben wurde. Dadurch altert der Schmierstoff thermisch sehr stark und unterliegt deutlichen chemischen Veränderungen auf molekularer Ebene. Nachträglich ist analytisch nicht mehr feststellbar, welche Schmierstoffkomponente den Ausfall verursacht hat. Für die Schmierstoffentwicklung sind jedoch Informationen über den Schmierstoff während des praxisnahen Betriebs von großer Bedeutung.

Ziel der bei Klüber durchgeführten Grundlagenuntersuchung ist die Prognose der Schmierstoff-Gebrauchsdauer. Dabei wird ein Schmierstoff entsprechend seiner Anwendung beansprucht und gealtert.

Schmierfette bestehen grundsätzlich aus Grundöl, Verdicker und Additiven

Die Komponenten eines Schmierfettes sind Grundöl, Verdicker und Additive, wobei der Anteil an Grundöl im Regelfall zwischen 60 und 90 % beträgt (Bild 2). Die Grundöle bestimmen maßgeblich die Fettgebrauchseigenschaften und müssen gute Schmierungseigenschaften, gute Oxidationsstabilität, gute thermische Stabilität, tiefe untere Gebrauchstemperatur (Pour-Point-Verhalten) und geringe chemische Aktivität aufweisen. In Abhängigkeit von den Anforderungen kommen mineralölbasische, synthetische (PAO, Ester, Polyglykole) oder native Öle (Fettsäureester oder Rapsöl) zum Einsatz.

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