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Die Wirbeltechnik existiert eigentlich schon relativ lange, hat aber keine große Bekanntheit erlangt und wird oftmals stark unterschätzt. Bei Blis setzt man das Wirbelverfahren zur Hartbearbeitung des Außengewindes der Spindel ein, wozu die Schneiden am ringförmigen Werkzeugträger (Wirbelring) nach innen gerichtet sind.
Der Wirbelring, der entsprechend zur geforderten Gewindesteigung hin zur bearbeitenden Welle geneigt ist, rotiert mit hoher Drehzahl um die sich langsam im Gleichlauf drehende Welle. Die Gewindetiefe wird durch die Exzentrizität von Wirbelring und der Drehachse des Werkstücks bestimmt.
Know-how sichern und überall nutzbar machen
Gerade die Herstellung extrem langer und hochbelastbarer Präzisionsspindeln aus gehärteten Wellen mit großen Kugeln bis zu 30 mm Durchmesser stellt besondere Herausforderungen an Prozess und Maschine, weil dies mit einem hohen Spanvolumen verbunden ist.
Traditionell wird bei solchen Anforderungen auf das Gewindeschleifen als Fertigungsverfahren mit entsprechender Vorbearbeitung zurückgegriffen. Blis hat sich jedoch mit dieser Situation nicht zufriedengegeben und beherrscht mittlerweile das Wirbelverfahren so präzise, dass es damit das Schleifen in Qualität und Geschwindigkeit übertrifft.
Diese Errungenschaft, die zu großen Teilen durch die Mitwirkung fähiger Mitarbeiter erzielt wurde, sollte nun personenunabhängig gesichert werden, damit das gesamte Wissen an allen Standorten abgerufen werden kann. Dazu wurde in Kooperation mit dem Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW), Darmstadt, ein Projekt zum Aufbau eines Wissensmanagements durchgeführt.
Projektverlauf umfasst vier Phasen
Der Projektverlauf lässt sich in vier Phasen einteilen. Außer der Zielsetzung, das Wissen des Unternehmens zu konservieren und für alle Mitarbeiter nutzbar zu machen, soll das System die systematische Weiterentwicklung und den Ausbau des firmeneigenen Know-hows ermöglichen. Die notwendigen Parameter wurden dazu in der Analysephase durch das PTW erfasst.
Dazu betrachteten die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Institutes ressourcenbezogene, prozessbezogene und auftragsspezifische Parameter und deren Zusammenhänge, wobei sich gezeigt hat, dass sich die angestrebten Zielsetzungen über eine Datenbank mit entsprechenden Auswertungsfunktionen, gerade in Bezug auf die Leistungsfähigkeit verschiedener Werkzeuge, am besten realisieren lässt.
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