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Seine Mitarbeiter als Erfolgsfaktoren des Unternehmens verstehen
Durch die mangelnde Mitarbeiterbindung droht laut Gallup auf breiter Linie ein Verlust der Wettbewerbsfähigkeit. Unternehmen dürften ihr Humankapital nicht vergessen und müssten dem Führungsverhalten größere Bedeutung beimessen, so die Warnung des Beratungshauses. Mit der sogenannten Mental Production wirkt man bei B. Braun der inneren und äußeren Kündigung entgegen. Führen mit Werten lautet die Devise.
Deißer betonte: „Zufriedene Kunden schaffen Sie nur mit zufriedenen Mitarbeitern. Der Mitarbeiter ist kein Humankapital, Mitarbeiter sind Erfolgsfaktoren.“ Und die Statistik gibt dem Unternehmen Recht. So belaufen sich die krankheitsbedingten Fehlzeiten für das Werk Escholzmatt über drei Jahre (von 2010 bis 2012) auf einen durchschnittlichen Wert (inklusive Ausfallzeiten durch betriebliche und private Unfälle) von <1,5 %. Zum Vergleich bringt Deißer an: „Der durchschnittliche Wert krankheitsbedingter Fehlzeiten von großen Werken produzierender Unternehmen in Deutschland mit praktiziertem Lean Management beträgt häufig mehr als 8 %!“
Es gibt allerdings noch eine ganz andere Entwicklung, die im Zusammenhang mit Führung berücksichtigt werden muss. Gemeint ist die Generation Y. Ihre Ansprüche fordern die Branche zum Umdenken heraus. Auch bei B. Braun Medical hat man das erkannt. Deißer berichtete: „Eine Herausforderung für Führung in der Zukunft ist die Generation Y. Sie bezeichnet Menschen, die etwa 1985 beziehungsweise 1980 – je nach Quelle – geboren sind.
Diese Generation erfordert einen anderen Führungsstil in den Unternehmen, denn mit einer autoritären Führung kommt man bei ihr nicht weit.“ Es läuft nach dem Prinzip: Arbeit muss Spaß machen, sonst wird gewechselt. „Unternehmen und deren Führungskräfte müssen sich darauf einstellen, denn ohne motivierte Mitarbeiter keine Innovationen und damit keine Zukunft“, brachte es Deißer auf den Punkt.
Generation Y lässt sich besser mit nicht-finanziellen Anreizen locken
Wie die Mitarbeiter der Generation Y motiviert werden können, weiß Till Lohmann, Experte für Personalmanagement bei Pricewaterhouse-Coopers: „Sie wollen in gleichberechtigten Teams arbeiten, nicht in einer starren hierarchischen Struktur.“ Unternehmen sollten zudem verstärkt nicht-finanzielle Anreize setzen, um diese Mitarbeiter zu motivieren. „Dazu gehören vor allem gute Karriereperspektiven und Fortbildungsprogramme. Oder auch Erfolgsbeteiligungen wie Aktienoptionen“, so Lohmann.
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