Grossteilebearbeitung

XXL-Projekt der Sonderklasse

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Eigene Halle für ein Millionenprojekt

Bei einem Besuch der Produktionsräume des Unternehmens spürt man diese Begeisterung regelrecht. Seine Eltern konnte der 49-jährige Maschineningenieur, der das Unternehmen bereits in der dritten Generation führt, sogar überzeugen, ihr Haus zu räumen, um Platz für die Neuinvestition zu schaffen. Die nagelneue, eigens für die Maschine gebaute Halle ist blitzsauber, und die mächtigen Portalkräne lassen das enorme Bauteilspektrum, das auf der mittig in der Halle platzierten DMU 600 P bearbeitet werden kann, nur erahnen. Auch die Maschine erhellt die Halle mit ihrem modernen DMG-Mori-Design, das für Morgenthaler mitent­scheidend war bei der Auftragsvergabe. Und der gesamte Investitionsumfang war immerhin mit Kosten von insgesamt 8 Mio. CHF verbunden.

«Neben der Kapazitätserweiterung wollen wir mit der Maschine auch junge Menschen dazu motivieren, bei uns eine Ausbildung zu absolvieren. Dafür sind die modernsten Maschinen wie diese natürlich unerlässlich», so Morgenthaler. Hochmodern ist die Maschine aus Pfronten natürlich – und einzigartig dazu. So, wie sie bei Bunorm nun steht, gibt es sie weltweit kein zweites Mal. Mit drei verfahrbaren Tischen können auf dem 41 m langen Maschinenbett und mithilfe eines Teilapparates Teile bis 18 m Länge und 3 m Durchmesser bearbeitet werden. Jeder der drei Tische erlaubt auch die separate Bearbeitung kleinerer Teile bis 6 m Länge.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

«Durch diese Flexibilität sind wir unglaublich produktiv, da die Rüstzeiten gegen null gehen», sagt Morgenthaler. «Viele Teile haben eine maximale Länge von 12 m, da sie dann noch in die normalen Container passen, das heisst, die Kombination zweier Tische für die 12-m-Bearbeitung mit einem Tisch für ein kleineres 6-m-Teil wird den Mehrwert für uns darstellen und am Ende der finanzielle Vorteil sein.»

Grossteilebearbeitung als Alleinstellungsmerkmal

Morgenthaler fügt hinzu, dass die Möglichkeit der Bearbeitung von Teilen bis 18 m Länge ein Alleinstellungsmerkmal für das Familienunternehmen ist, aber auch die volle 5-Achsigkeit und vor allem die flexible Konfiguration mit den verschiedenen Fräsköpfen sorgt für die Abdeckung eines grossen Bearbeitungsspektrums, das sonst keiner in der Schweiz habe. Sowohl die Wechselfräsköpfe mit Hauptspindelantrieb bis 2500 Nm als auch die Köpfe mit Motorspindel bis 28 000 min-1 ermöglichen es, hohe Leistung mit hohen Drehzahlen zu verbinden. Die Köpfe sind an eine integrierte C-Achse gekoppelt und über ein Magazin automatisch einzuwechseln. Neben Vertikal- und Winkelfräsköpfen stehen für die 5-Achs-Simultanbearbeitung Fräsköpfe mit integrierter A- und B-Achse zur Verfügung.

(ID:43795690)