Grossteilebearbeitung

XXL-Projekt der Sonderklasse

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«Die Möglichkeit, Fräsköpfe je nach Bedarf einzuwechseln und auch Winkelfräsköpfe zur Verfügung zu haben, war für uns zentral», so Morgenthaler. Als Beispiel nennt er die moderne Gebäudearchitektur, wo es vorkommen kann, dass der Architekt 12 m lange Profile mit Winkeln versieht, die vorher von dem Unternehmen nicht gefertigt werden konnten. Um den Wechsel von Bearbeitungswerkzeugen bis zu 80 kg und einer Länge von 1000 mm bei einem Durchmesser von 400 mm zu gewährleisten, wurde die DMU 600 P mit einer Werkzeugarena und einem Magazin für 268 Werkzeuge inklusive Roboterhandlingsystem ausgestattet. Ein Doppelgreifer garantiert hier hohe Produktivität durch sehr kurze Werkzeugwechselzeiten in horizontaler und vertikaler Richtung. Als Steuerung kommt die Siemens 840D Solutionline zum Einsatz, wobei die leichte und intuitive Bedienung ein Plus für das Team um Morgenthaler ist.

«Der Grundstein für weiteres Wachstum ist gelegt», freut sich Morgenthaler. «In unserem Geschäft muss man schnell und flexibel reagieren können und für alle Eventualitäten gerüstet sein. Zudem müssen wir offen sein für die Zukunft, denn wir haben keine Standardteile, die uns die Spezifikationen für eine Maschine vorgeben würden. Je grösser unser mögliches Bearbeitungsspektrum, umso besser.»

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Produktivitätsplus von über 300 %

Schon heute bearbeitet Bunorm einen Grossauftrag für ein Firmenkonsortium in Hongkong, die die Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke als Strassenverbindung zwischen Hongkong, Zhuhai und Macau baut. Bei dem chinesischen Infrastrukturprojekt werden mehrere Brücken, Tunnel und künstliche Inseln am Perlflussdelta errichtet. Aufgrund der Präzision, kurzen Lieferzeiten und Kapazitäten erhielt das Schweizer Unternehmen den Zuschlag für die Herstellung der Seilwinden und Fertigung der Seiltrommeln. Die enormen Kapazitäten der DMU 600 P schaffen zusätzliche Produktivität. Wo früher eine Drehmaschine einen Tag alleine für die Fertigung der Schweisskante brauchte, schafft die DMU 600 P dieselbe Aufgabe mittels 5-Achs-Bearbeitung in zwei Stunden.

«Und auch die Zerspanung der Nuten für die Seilwindungen beträgt nur noch drei Stunden, im Vergleich zu ein bis zwei Tagen Bearbeitungszeit vor der Installation der Universal-Fräsmaschine», freut sich Morgenthaler. Schon am Beispiel dieses Projektes ist abzusehen, dass sich die Investition für Bunorm schnell rentieren wird. «Wenn wir nur 15 % produktiver und schneller sind als der Wettbewerb, dann haben wir als Schweizer Familienbetrieb eine Chance – wir wussten, dass wenn wir diese Investition jetzt nicht tätigen, dann sind wir irgendwann vom Markt verschwunden, die Konkurrenz ist zu hoch. Und wir haben es keine Sekunde bereut und sind absolut überzeugt von dieser Lösung.» <<

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