Kunststofftrends

Zehn Highlights von der erfolgreich verlaufenen K 2022

< zurück

Seite: 3/4

Anbieter zum Thema

Die additive Fertigung hat Maschinenzuwachs

Arburg präsentierte auf der K 2022 (sowie zuvor schon auf der Formnext in Frankfurt am Main) den neuen Freeformer 750–3X. Der Bauteilträger des Neulings für die additive Fertigung mit Kunststoffen ist mit rund 750 Quadratzentimetern – deshalb der Namenszusatz 750 – etwa 2,5 Mal größer als beim Freeformer 300–3X, betont Arburg. Der gesamte nutzbare Bauraum umfasst 330 × 230 × 230 Millimeter. Eine begrenzte Verkaufsaktion wird es mit dem Freeformer 200–3X „soft“ geben, der sich durch eine spezielle Ausstattung zur Verarbeitung von Weichmaterialien auszeichnet.

Der neue Freeformer von Arburg heißt 750-3X. Eine verbesserte Kühlung, der schnellere Aufbau von Stützstrukturen und der im Vergleich zu anderen Freeformern vergrößerte Bauraum sollen bei der additiven Fertigung von Kunststoffteilen punkten.(Bild:  Arburg)
Der neue Freeformer von Arburg heißt 750-3X. Eine verbesserte Kühlung, der schnellere Aufbau von Stützstrukturen und der im Vergleich zu anderen Freeformern vergrößerte Bauraum sollen bei der additiven Fertigung von Kunststoffteilen punkten.
(Bild: Arburg)

Die optimierten Softwarefeatures der Steuerung führen laut Hersteller dazu, dass die Druckgeschwindigkeit für die Herstellung von gitterartigen Stützstrukturen im Vergleich zur üblichen Methode um mehr als 55 Prozent gesteigert werden konnte.

Energiesparendes Präzisionsspritzgießen

Angesichts dynamischer und schnell wachsender Märkte gilt es für aufstrebende kleine und mittelgroße Unternehmen als auch für etablierte Konzerne, zunehmend flexibler und kostenoptimierter zu agieren. Krauss-Maffei hat entsprechend reagiert: Das Unternehmen bietet seinen Kunden in Europa und Nordamerika nun zwei weitere Spritzgießmaschinen-Baureihen an: die Precisionmolding und die Powermolding. Beide haben auf der Messe in Düsseldorf Anwendungen aus der Spielzeug- und Automobilbranche vorgeführt. Die Powermolding erlaube je nach Applikation bis zu 15 Prozent mehr Durchsatz als vergleichbare Standardspritzgießmaschinen.

Krauss-Maffei zeigte auf der K 2022 mit zwei Spritzgießmaschinen-Baureihen, wie energieeffiziente Kunststoffverarbeitung aussehen kann. Hier eine Vertreterin der Modelle Powermolding.(Bild:  Krauss-Maffei)
Krauss-Maffei zeigte auf der K 2022 mit zwei Spritzgießmaschinen-Baureihen, wie energieeffiziente Kunststoffverarbeitung aussehen kann. Hier eine Vertreterin der Modelle Powermolding.
(Bild: Krauss-Maffei)

Dafür sorgten die kurzen Trockenlaufzeiten, die hohe Schussgewichtskonstanz und die damit verbundenen niedrigen Ausschussraten, zählt Krauss-Maffei auf. Die Powermolding hat den Bluepower-Servoantrieb standardmäßig an Bord. Dieser steuert die Pumpen nach dem optimalen Anforderungs- respektive Energiebedarf. Damit werde stets nur so viel Energie verbraucht, wie für das Spritzgießen gerade benötigt werde. In Summe bietet die Powermolding je nach Applikation eine um bis zu 40 Prozent bessere Energieeffizienz. In diesen Zeiten ein sehr willkommener Pluspunkt.

Neuartige Polypropylenprodukte sind recycelbar

Borealis gab im Rahmen der K 2022 die Markteinführung der ersten revolutionären Produkte aus Polypropylen (PP) bekannt, die erstmals auf Basis der speziellen Borstar-Nextension-Technologie hergestellt wurden. Zwei Lebensmittel-Folientypen der Sorte Borpure RB787MF und RE539MF, wurden dabei mit dem Ziel einer höheren Ökoeffizienz und Recycelbarkeit entwickelt, wie es weiter heißt. Beide Materialien seien speziell für den Einsatz in flexiblen Verpackungsanwendungen entwickelt, wie beispielsweise für hochtransparente thermoformbare Folien sowie für Laminier- und Verpackungsfolien für Beutel und Deckelanwendungen.

Polypropylenverpackungsfolien, die erstmals mit der Borstar-Nextension-Technik hergestellt wurden und aus den Materialien der Borpure-Familie bestehen, zeigte Borealis zur K 2022. Sie sollen den Umstieg auf recycelbare Verpackungen erleichtern.(Bild:  Borealis)
Polypropylenverpackungsfolien, die erstmals mit der Borstar-Nextension-Technik hergestellt wurden und aus den Materialien der Borpure-Familie bestehen, zeigte Borealis zur K 2022. Sie sollen den Umstieg auf recycelbare Verpackungen erleichtern.
(Bild: Borealis)

PP-Blasfolienverarbeiter profitierten mit ihnen von der ausgezeichneten, gleichbleibenden Transparenz bei hohem Extruderdurchsatz, der sehr geringen Gesamtmigration, der niedrigen Siegelnahttemperatur und der hohen Siegelnahtfestigkeit. Beide Produkte wurden entwickelt, um den Umstieg von konventionellen, nicht recycelbaren Materialien auf vollständig recycelbare Monomaterial-PP-Komponenten zu erleichtern, wie Borealis sagt.

(ID:48691732)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung