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Zeit beim zerspanenden Werkzeugbau drastisch verkürzt

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Der Vorteil für die Spritzgießwerkzeug-Herstellung

Wie schon angedeutet, betreibt OKW Gehäusesysteme einen kleinen Werkzeugbau für ganz spezielle Sonderanfertigungen. Dabei entstehen hauptsächlich Werkzeugeinsätze, die in Basisformen genutzt werden, um die Kosten gering zu halten, erklärt OKW. Für die Bearbeitung dieser Stahlteile werde iMachining eingesetzt. „Wir haben iMachining auf einer Messe kennen und schätzen gelernt“, erinnert sich Dieter Neukirchner, Projektleiter bei OKW. Auch wenn unsere Kollegen im Werkzeugbau zunächst skeptisch waren und unter anderem die kurzen Programmierzeiten nicht glauben wollten, haben sie sich dann doch überzeugen lassen, so Neukirchner. 2014 haben wir das Sysetm dann ohne Bedenken eingeführt.

Die bis dato gewonnenen positive Praxiserfahrungen können sich sehen lassen, heißt es „Wir haben die Bearbeitung der Formteile auf den Bearbeitungszentren um zwei Drittel verkürzen können“, bestätigt Böhrer. In Einzelfällen gelinge das auch noch schneller, wie eine Livesimulation vor Ort demonstrieren konnte. Dabei hat es sich um das Fräsen einer Kavität in einem Werkzeugteil gehandelt, so Böhrer. Es wurde klar gezeigt, dass eine konventionelle Bearbeitung mit einem Messerkopf drei Stunden dauern würde. Mit iMachining klappte das 18 Minuten. Das ist eigentlich reiner Wahnsinn“, kommentiert Kollege Neukirchner. So werde klar, dass das Wort „extrem“ in der Überschrift des Softwareanbieters keine leere Marketinfloskel sei.

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Filigrane Konturen ohne Werkzeugbruch fräsen

Doch weitere Effekte solle das positive Praxisbild ergänzen: In iMachining werden nicht die einzelnen NC-Wege programmiert, sondern quasi nur „Randbedingungen“ definiert. Das führe auch bei der Programmerstellung zu einen Zeitvorteil von zwei Dritteln im Vergleich zu herkömmlichen Wegen. Weiterhin erhöht sich die Standzeit der Werkzeuge wenigstens um das Doppelte, wie die OKW-Mitarbeiter betonen. Einen weiteren Vorteil sieht Böhrer beim Fräsen filigraner Konturen: „Wir gehen hinunter bis zum Werkzeugdurchmesser 0,6 mm. Dabei hat es früher ziemlich oft Werkzeugbruch gegeben. Das Problem hat sich mit iMachining wesentlich gebessert.“

Alles in Allem führe die Performanche zu kurzen Amortisationszeiten, die sich zumeist in Monaten und nicht in Jahren bemessen, wie es heißt. Am Ende weist Neukirchner noch auf die gute Zusammenarbeit mit DPS hin: „Wenn wir von der Hotline Beratung oder Hilfe brauchen, dann geht das schnell und problemlos.“ Ein „Sehr gut“ vergibt der Projektleiter auch für die Einführung des PDM-Systems „Solidworks PDM Professional“, welches er in enger Zusammenarbeit mit DPS bewältigt habe und was im Alleingang so nicht zu machen gewesen wäre.

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